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"Brächtig", bunt und närrisch

Faschingsball "Brächtig", bunt und närrisch

Stolz schaut König Charlie I. auf sein Volk, auf die über 350 Narren, die sich am Samstagabend zusammenfanden, um das bunte Programm des FV Bracht anzuschauen und mitzufeiern.

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Beim 12. Karneval des FV Bracht ließen es die Besucher in der Mehrzweckhalle so richtig krachen – besonders beim Auftritt des
Gesangvereins Eintracht Bracht. Fotos: Florian Gaertner

Quelle: Florian Gaertner

Bracht. „Der Brachter Karneval gehört mittlerweile zu den bekanntesten und größten Feiern im Marburger Umkreis und das macht uns sehr stolz“, stellte das närrische Oberhaupt selbstbewusst fest. Und das hat sich inzwischen offenbar rumgesprochen. Selbst das Marburger Prinzenpaar ließ es sich nicht nehmen, den Brachter Narren seine Aufwartung zu machen. Als Gastgeschenk hatten die Hoheiten die Jugendgarde des Marburger Funkenkorps mitgebracht, die Teil des Programms gestalteten.

Die Lokalmatadoren „De Ocht aus Bracht“ und der Feuerwehrnachwuchs „Bracht Kerle“ eröffneten den Abend, bevor Büttenredner Volker Hohenstein hinters Pult trat. Witzig pointiert blickte er auf das WM-Jahr 2014 zurück und vor allem auf die Geschehnisse im Brachter Vereinshaus während dieser Zeit. Sein Ausruf „Attacke“ zog sich anschließend durch den ganzen Abend.

Zum ersten Mal wirkten die Hot Cillis aus Erfurtshausen beim Karneval in Bracht mit. Sie zeigten eine Performance zu einem Medley von Boney M. und animierten die Narren in der Brachter Mehrzweckhalle zur ersten Tanzrunde. Und die Stimmung riss nicht ab, im Gegenteil: Die als Engelchen verkleideten Mädels vom VfL Neustadt sowie die Langestenner Stiggestegge traten mit gleich zwei Tänzen auf, je einem Gardetanz und einem Showtanz.

Ebenjene waren es auch, die bei den vom Zeremonienmeister Norbert Merlau als Highlight angekündigten letzten zwei Acts des Abends den Platz vor der Bühne zur Tanzfläche machten. Der Gesangverein aus Bracht zeigte eine Playback-Show, die ihresgleichen suchte, während die ersten närrischen Gäste zu „Atemlos“, Falcos „Kommissar“ und Jürgen Drews’ „Ein Bett im Kornfeld“ auf den Tischen tanzten. Spätestens jetzt war der Abend „brächtig“, bunt und närrisch.

Beim abschließenden Männerballett hielt es niemanden mehr auf den Stühlen. Facettenreich zeigten sich die Männer des FV Bracht in ihrer musikalischen und tänzerischen Zeitreise. Und auch kleine Pannen konnte die Stimmung nicht drücken: „Von Jahr zu Jahr wird das Programm besser, auch wenn heute die neue Tonanlage mehrfach streikte. Zu danken ist den Akteure, die da eine Menge Herzblut in ihre Auftritte stecken“, zeigte sich König Charlie I. sehr zufrieden, der jetzt wieder seinen königlichen Mantel an den Haken hängt und als Ortsvorsteher Karl-Heinrich Koch durch Bracht laufen wird.

von Florian Gaertner

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