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Blick auf die Wurzeln des Islam

Ausstellung Blick auf die Wurzeln des Islam

Die Marburger Ahmadiya-Gemeinde hat eine Wanderausstellung nach Stadtallendorf geholt. Ab Montag wird sie dort in der Stadthalle für fünf Tage zu sehen sein.

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In Eppertshausen waren auch verschiedene Ausgaben des Koran zu sehen. Privatfoto

Stadtallendorf. Es überrascht ein wenig, dass eine muslimische Gemeinde aus Marburg eine Ausstellung in Stadtallendorf organisiert. Doch Saadat Ahmed von „Ahmadiyya Muslim Jamaat“ klärt auf: „Wir haben für die Region gedacht und haben auch Mitglieder in Stadtallendorf, Kirchhain oder Neustadt.“

„Islamausstellung - Eine Reise durch die islamische Zeit“ lautet der Titel. Und er ist wörtlich zu nehmen. Auf Stellwänden und anhand von Ausstellungsstücken wie Koranen soll der Besucher sich auf eine kleine Zeitreise der Geschichte des Islams begeben.

„Uns ist es vor allem ein Anliegen, etwas gegen Vorurteile und die negative Wahrnehmung des gesamten Islams zu tun“; sagt Ahmed im Gespräch mit der OP. Derzeit werde der Islam allzu schnell auf das Wort „Extremismus“ reduziert.

Die Ausstellung solle auch beispielhaft zeigen, dass Wissenschaft und Islam sich durchaus im Einklang befänden.

So werden Besucher auch mehr über den ersten muslimischen Nobelpreisträger erfahren. Es ist Dr. Abdus Salam.Er bekam den Physik-Nobelpreis.

Die Ausstellung besteht insgesamt aus 11 Stationen, in denen verschiedene Aspekte anhand von Texten und Bildern vorgestellt werden. Nicht nur die Historie des Islams ist ein Thema. In weiteren Stationen werden theologische Felder angesprochen, so erklären die Gestalter der Ausstellung. So geht es um Quellen und Pfeiler des Islam oder das heilige Buch der Muslime, den Koran. Weitere Stationen informieren über die Ahmadiyya Muslim Jamaat, und die fünf Kalifen der Gemeinde.

Die muslimischen Gemeinden in Stadtallendorf sind zwar nicht ausdrücklich einbezogen. „Aber wir haben sie natürlich angesprochen und eingeladen“, betont Saadat.

Die Stadtallendorfer Ausstellung wird am Montag um 14 Uhr von Bürgermeister Christian Somogyi eröffnet. Sie ist bis einschließlich Freitag, 28. März in Stadtallendorf zu sehen. „Doch wir denken bereits darüber nach, sie später auch in Marburg oder einer anderen Stadt im Kreis zu zeigen“, kündigt Saadat Ahmed bereits gegenüber der OP an. In anderen Orten, wie beispielsweise Eppertshausen, war die Ausstellung bereits zu sehen - und nach Angaben der Veranstalter dort auch ein großer Erfolg.

Außerdem sind Vorträge für Interessierte ergänzend zur Ausstellung geplant: am Dienstag, 25. März, ab 18.30 Uhr zu „Religion in der globalisierten Welt“ und am Donnerstag, 27. März, ab 18.30 Uhr zu „Die Beziehung zwischen Gott und dem Menschen“.

Öffnungszeiten: Am Montag ist die Ausstellung von 14 bis 20 Uhr zu sehen. Am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ist sie jeweils von 10 bis 20 Uhr geöffnet und am abschließenden Freitag von 10 bis 15 Uhr.

Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es auch im Internet unter www.ahmadiya.de.

von Michael Rinde

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