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„Bleibt gesund und einigermaßen katholisch“

Josef Mönninger eisernes Priesterjubiläum „Bleibt gesund und einigermaßen katholisch“

65 Jahre als Arbeiter im Dienst für Gott und die Menschen: In seiner Heimatkirche St. Antonius der Einsiedler feierte am Domkapitular i.R. Prälat Josef Mönninger das seltene eiserne Priesterjubiläum.

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Domkapitular i.R. Prälat Josef Mönninger (Mitte) freute sich, das seltene Eiserne Priesterjubiläum in seiner Heimatkirche feiern zu können. Er zelebrierte gemeinsam mit Diakon Gerhard Jungmann (von links), Ortspfarrer Marcus Vogler und Diakon Dr. Paul Lang festlich den Gottesdienst.

Quelle: Karin Waldhüter

Rüdigheim. Hier in der Kirche St. Antonius der Einsiedler wurde der 94-jährige Jubilar getauft. Hier hatte er seine Primiz und „viele, viele Gottesdienste“ gefeiert und hier wollte er auch sein eisernes Priesterjubiläum begehen. Er freue sich auch hier in Rüdigheim, neben Fulda, einen Gottesdienst zu feiern, betonte der Domkapitular i.R. Prälat Josef Mönninger zu Beginn des Gottesdienstes.

Umrahmt von Bannerabordnungen der örtlichen Vereine und begleitet von Ortspfarrer Marcus Vogler, Diakon Gerhard Jungmann und Diakon Dr. Paul Lang war er zuvor feierlich in das Gotteshaus eingezogen. „Ein herzliches Willkommen zu Hause“ rief ihm dann auch Pfarrer Marcus Vogler zu. „Nicht nur zur Freude für dich, sondern auch für uns“, unterstrich Vogler.

Der „Junge Chor“ Rüdigheim, aushilfsweise unter der Leitung von Organist Kilian Gottwald, untermalte von der Empore aus den Gottesdienst und unterstrich mit seinen musikalischen Beiträgen den festlichen Charakter der Veranstaltung.

Für die Festpredigt hatte sich der Jubilar ausdrücklich keine Lobpredigt gewünscht. Diakon Dr. Paul Lang gelang es, die richtigen Worte zu finden. Der Rüdigheimer habe als guter und einfühlsamer Prediger gefesselt. Dafür dankte der Jubilar mit einer herzlichen Umarmung.

In den Mittelpunkt der Predigt stellte Lang ein Zitat, mit dem der Domkapitular einige Tage zuvor in der Oberhessischen Presse zitiert worden war: „Ich bin ein einfacher Arbeiter für das Reich Gottes!“. Lang zeigte auf, dass ein Arbeiter, der tue, was er kann und der damit seiner Bestimmung folge, einen Beitrag zur Verwirklichung des Reiches Gottes leiste.

Am 24. Juli vor 65 Jahren war Josef Mönninger zum Priester geweiht worden. Lang erinnerte an die Legende des Heiligen, die den weisen Rat gebe, das zu tun, was man am besten könne. Darin diene man den anderen, dem Dorf, der Gemeinschaft der Menschen und werde so Arbeiter für das Reich Gottes. „Danke für 65 Jahre Arbeit im Reich Gottes. Zögern wir keinen Augenblick mit anzupacken“, regte Lang dann zur Mitarbeit an.

Mit einem Schlusswort, das „notwendig und angebracht“ sei, richtete sich der Jubilar an die Gläubigen. „65 Jahre Priester - 65 Jahre Arbeiter für das Reich Gottes“, so begann Mönninger. Diese Formulierung drücke genau den Sinn des Jubiläums aus. „Ich wollte nie Prälat sein, sondern schlicht und einfach Diener für das Reich Gottes“, betonte er. Mit Freude habe er dem Herren und den Menschen gedient. „Nicht eine Sekunde habe ich bereut, Priester geworden zu sein und in Rüdigheim habe ich mir die Kraft geholt, Priester zu sein“, sagte Mönninger. Der Gottesdienst habe ihn angestrengt, aber er habe sich wohl und wie zu Hause gefühlt.

„Bleibt gesund und einigermaßen katholisch“, rief er den Gläubigen am Ende des Gottesdienstes zu und erbat sich für den abschließenden Segen ein besonders kräftiges „Amen“. Alle Kirchenbesucher waren anschließend zum Mittagessen ins Schützenhaus eingeladen.

von Karin Waldhüter

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