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Bistum sieht sich vorerst in Beraterrolle

Gemeindefusion Bistum sieht sich vorerst in Beraterrolle

Die ersten Schritte für eine Zusammenlegung der katholischen Kirchengemeinden in der Kernstadt und von Niederklein sind gemacht: Ein neues Gremium entsteht, um die Fusion vorzubereiten.

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Der Kirchturm von St. Katharina ist ein Symbol des katholischen Glaubens in Stadtallendorf. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. In der vergangenen Woche kam es zur ersten großen Runde in der Bistumsverwaltung in Fulda: Vertreter der Verwaltungs- und Pfarrgemeinde, die Pfarrer Diethelm Vogel und Andreas Rhiel und Mitglieder der Bistumsleitung diskutierten den Weg hin zu einer Fusion der Kirchengemeinden St. Katharina, St. Michael, Christkönig und St. Blasius und St. Elisabeth in Niederklein.

Im Kern hat es dabei aus Sicht von Pfarrer Vogel wie auch von Bistumssprecher Christoph Ohnesorge dabei folgende Ergebnisse gegeben:

nZu einer Zusammenlegung der vier katholischen Gemeinden mit ihren rund 7000 Gläubigen gibt es keine Alternative. Sie sollte im Jahr 2016 vollzogen werden, wobei Pfarrer Vogel betont, dass das Bistum sich bei diesem Termin auch noch flexibel zeige. „Wenn noch Fragen offen sind bis dahin, werden wir sicherlich noch Zeit bekommen.

nEin Kooperationsausschuss oder eine Projektgruppe, wie sie der Bistumssprecher bezeichnet, soll die entscheidenden Schritte vorbereiten. Sie soll laut Vogel noch in diesem Jahr gebildet werden. In ihr sollen Mitglieder der Verwaltungs- und Pfarrgemeinderäte mitwirken, „aber auch Gemeindemitglieder, die sich dafür interessieren“, betont Pfarrer Vogel. Das Bistum Fulda sieht sich selbst bei dem anstehenden Fusionsprozess in der Stadt Stadtallendorf in einer beratenden und unterstützenden Rolle, also ein „Fusionsprozess von unten“. Bistumssprecher Christoph Ohnesorge betont: „Die Zusammenarbeit muss in einer zusammengelegten Gemeinde ja später auch vor Ort erfolgen.“ Dass es nun zu dieser Zusammenlegung von vier Kirchengemeinden kommt, ging allerdings auf einen Vorstoß des Bistums zurück, nachdem Pfarrer Bieter Bierschenk die Gemeinde Niederklein verlassen hatte.

nEine wichtige Veränderung: Die eigentlich für das nächste Frühjahr vorgesehene Wahl der Verwaltungsräte soll um ein Jahr verschoben werden. Sollte es beim geplanten Wahltermin bleiben, so wären die gekürten Verwaltungsräte möglicherweise nur neun Monate im Amt. Einen entsprechenden Antrag auf Verschiebung sollen die vier Gemeinden beim Bistum stellen.

nZwei ausgebildete Mitglieder der Gemeindeberatung des Bistums sollen die vier Kirchengemeinden bei dem anstehenden Prozess unterstützen. Sie seien Berater wie auch Moderatoren und könnten sich beispielsweise auch an Gesprächen innerhalb der Gemeinden beteiligen, erläutert Vogel.

nDas Bistum hat signalisiert, dass es die Gemeinden auch bei der Suche nach einem hauptberuflichen Verwalter für die kirchlichen Kindergärten unterstützt.

Doch wie empfindet Stadtpfarrer Diethelm Vogel das Klima angesichts des bevorstehenden Einschnitts bei seinen Gemeindemitgliedern? Für diejenigen, die sich aktiv in Gremien engagierten, sei die Entwicklung keine Überraschung. „Bei manchen einfachen Gemeindemitgliedern gibt es aber Fragezeichen, wobei es keinen erkennbaren Widerstand gegen eine Fusion gibt“, sagt Vogel.

Wichtig sei es in dem jetzt beginnenden Prozess, dass die Gemeinden ihre Identität nicht verlören. Schwerpunkte, die die einzelnen Gemeinden setzen und Traditionen, die sie pflegen, soll es auch in einer Großgemeinde weiterhin geben. „Am Ende sollen schließlich auch alle profitieren“, betont der Stadtallendorfer Seelsorger.

von Michael Rinde

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