Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Bislang keine Beweise für Vergewaltigung

Stadtallendorf Bislang keine Beweise für Vergewaltigung

Fahnder der Kripo Marburg nahmen am Montag einen 22-jährigen Mann in Marburg fest, dem eine 30-jährige Frau vorwirft, sie vergewaltigt zu haben. Die Tat soll sich am Donnerstag in einem Regionalexpress von Stadtallendorf nach Marburg ereignet haben.

Voriger Artikel
Vergewaltiger bleibt auf freiem Fuß
Nächster Artikel
Zwei Vorträge und ein Haufen Kritik

Ein Regionalexpress soll der Tatort für eine Vergewaltigung zwischen Stadtallendorf und Marburg gewesen sein.

Quelle: Thorsten Richter

Stadtallendorf . In seiner ersten Vernehmung räumte der 22-jährige Mann die Streitigkeiten ein, bestritt jedoch nach Mitteilung der Polizei vehement den Vorwurf der Vergewaltigung. Er schilderte die Vorkommnisse am Tattag, Donnerstag, 20. Januar, anders, räumte allerdings die Auseinandersetzungen ein. Der Streit begann seinen Angaben nach bereits auf dem Weg zum Stadtallendorfer Bahnhof, setzte sich auf dem Bahnsteig fort und endete mit körperlichen Handgreiflichkeiten, jedoch ohne jede sexuelle Handlung, in der Zugtoilette.

Nach gegenwärtigen polizeilichen Erkenntnissen aus Umfeldermittlungen bestehen zwischen dem mutmaßlichen Opfer, der 30-jährigen Frau, und dem mutmaßlichen Täter, dem 22-jährigen Mann, seit längerem Beziehungsprobleme. Weder die Spurenauswertung noch die bisherigen Vernehmungen lieferten bislang schlüssige Beweise für eine Vergewaltigung.
Wegen nun vorliegender, widersprüchlicher Aussagen zu den Vorfällen am Donnerstag, 20. Januar, sucht die Kripo Marburg nach wie vor dringend Zeugen.
Aufgrund der Berichterstattung in der Presse meldete sich bislang leider erst eine Frau. Tatsächlich befanden sich am Bahnhof in Stadtallendorf und im Zug jedoch wesentlich mehr Menschen. Die Streitigkeiten erfolgten nach Angaben der Betroffenen sowohl auf dem Bahnhof als auch im Zug extrem lautstark. Auf dem Bahnsteig müssen das Leute gehört haben. Auch wenn die Toilette im Zug von den Sitzplätzen etwas entfernt ist, könnten Fahrgäste die Streitigkeiten gehört haben.

Ganz sicher fielen die Betroffenen aber kurz vor dem Halt am Bahnhof Marburg auf. Sie hasteten durch den Zug, liefen an Reisenden vorbei und zumindest die Frau sprach diese an. Die Kripo Marburg erhofft sich
speziell von diesen Reisenden Antworten auf wichtige Fragen, die der Klärung der widersprüchlichen Aussagen dienen. Alle Beobachtungen und Aussagen könnten für das anstehende Verfahren von erheblicher Bedeutung sein und sind deshalb für die Kripo Marburg sehr wichtig.

Die Kripo Marburg bittet daher alle Fahrgäste und andere Zeugen eindringlich, sich zu melden. Kripo Marburg, Telefon 06421/406-0.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Stadtallendorf

Die Kriminalpolizei Marburg sucht dringend Zeugen für eine Vergewaltigung, die sich nach Angaben des Opfers am 20. Januar in einem Regionalexpress zwischen Stadtallendorf und Marburg ereignet hat.

  • Kommentare
Kostenpflichtiger Inhalt mehr

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr