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Bis zum Probebetrieb dauert es noch

Verzögerung Bis zum Probebetrieb dauert es noch

Der Zeitplan für die Hallenbad-Sanierung ist abermals durcheinandergekommen. Eine Prognose für den Wiedereröffnungstermin gibt es nicht. Hobby-Schwimmer und Vereine brauchen Geduld.

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Künstlerin Manuela Feister malt im Stadtallendorfer Hallenbad den Wal „Walldo“ an eine der zahlreichen Wände.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Künstlerin Manuela Feister zieht an der weißen Wand Pinselstrich für Pinselstrich. „Walldo“, der Wal, der das Kindersymbol für das Hallenbad „Alldomare“ ist, kommt auf eine weiße Wand. In der neuen Ruhezone verlegen Handwerker Bodenfliesen. Es ist offensichtlich, dass es im Inneren des Hallenbades noch einiges zu tun gibt. Zuletzt hatte die Stadt den Probebetrieb des Bades für Ende Oktober angepeilt. Eine Wiedereröffnung bis Jahresende schien aus Sicht der Stadtverwaltung möglich.

Diese Planungen sind definitiv Geschichte. Aktuell hinken die Arbeiten abermals rund drei Wochen hinter den bisher jüngsten Planungen her. Der Hauptgrund dieses Mal: Der Estrich der Beckenumgänge trocknete deutlich langsamer als kalkuliert. Allein das hat zu drei Wochen Verzögerung geführt. „Wir gehen davon aus, dass wir in diesem Jahr noch mit dem Probebetrieb beginnen“, sagt Bürgermeister Christian Somogyi schließlich, von der OP auf die neue Zeitplanung angesprochen.

Einen verbindlichen Termin für die Wiedereröffnung möchte er nicht nennen. Schließlich gibt es bei den restlichen Bauarbeiten und dem anschließenden mehrwöchigen Probebetrieb noch einige Unwägbarkeiten. Giselher Pontow, Betriebsleiter der Stadtwerke, betont dabei den Grundsatz, von dem man auch jetzt nicht abweichen werde: „Wir wollen sorgfältig weiterarbeiten. Sorgfalt geht, auch mit Blick auf die künftige Gewährleistung vor“.

Zurzeit wird ein besonderer Test für das Hallenbad vorbereitet, der sogenannte Blow-Door-Test. Dabei wird geprüft, auch unter Einsatz von Ventilatoren, ob das Badgebäude wirklich an Fassade und Dach überall geschlossen ist.

Neue Lichttechnikausgewählt

Das ist gerade bei den Temperaturen und der Feuchtigkeit in einem Schwimmbad von großer Bedeutung. Aber auch durch die Testergebnisse könne es natürlich noch weitere Nacharbeiten geben, erläutert Fachbereichsleiter Klaus Hütten. An anderen Stellen im Hallenbad ist bereits das Ende der Arbeiten absehbar. Die Dampfsauna wird derzeit gefliest, die Technik ist installiert.

Zwischenzeitlich hat sich die Betriebskommission der Stadtwerke auch bei der Innenbeleuchtung festgelegt. Ursprünglich sollten dafür rund 10000 Euro ausgegeben werden. Doch Tests mit verschiedenen Lampen hätten gezeigt, „dass man ein solches Bad für den Betrag nicht vernünftig ausleuchten kann“, erläutert Pontow während des Baustellenrundgangs mit der OP.

Jetzt haben sich Planer und Betriebskommission auf LED-Lampen festgelegt, die auch dimmbar sind. Bei Veranstaltungen kann das Licht auch wärmer eingestellt werden als beispielsweise bei sportlichen Wettkämpfen. Die Mehrkosten sollen sich innerhalb von sieben Jahren amortisieren. Ein weiterer Aspekt: Bei LED-Lampen liegt der Kohlendioxid-Verbrauch bei 10,6 Tonnen, bei vergleichbaren Halogenleuchten läge er bei 26,8 Tonnen.

Gespräche mit dem Schulträger

Aktuell kalkuliert die Stadt mit Baukosten von 10,3 Millionen Euro, rund 10 Prozent mehr, als dereinst im Budget veranschlagt.

Um Geld und Planungssicherheit ging es der Stadt gestern auch  bei Gesprächen mit dem Landkreis zum Schulschwimmen. Somogyi will, dass der Kreis als Schulträger stabile Zahlungen für die Badnutzung leistet und feste Stundenkontingente bucht. „Wir sind schließlich eine der wenigen Kommunen, die sich noch ein Hallenbad leistet“, sagt der Bürgermeister. Gestern Nachmittag berichtete Somogyi, dass es nunmehr um eine feste Vereinbarung mit dem Schulträger Landkreis gehen werde.

Derzeit zahle der Kreis 140 Euro je Schulstunde Schwimmsport an Kommunen, erklärte Kreisschuldezernent Marian Zachow hierzu. Man werde nun prüfen, inwieweit der Kreis die Zahl der Schwimmunterrichts-Klassen künftig erhöhen könne. Mehr Geld je Schwimmstunde wird es für Stadtallendorf laut Zachow dabei aber nicht geben können.

von Michael Rinde

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