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Bis zu drei "Starenkästen" sind möglich

Geschwindigkeitsmessungen Bis zu drei "Starenkästen" sind möglich

Ob jemals „stationäre Blitzanlagen“ in Halsdorf oder Wohra stehen werden, ist nicht entschieden. Inzwischen ist das langwierige Verfahren allerdings in seine nächste Phase getreten.

Wohratal. An der Grundschule Wohra oder in der Nähe des Kindergartens Halsdorf könnte in nicht allzu ferner Zukunft ein „Starenkasten“, eine feste Geschwindigkeitsmessanlage, stehen. Auch in der Auestraße in Halsdorf wäre das theoretisch noch denkbar. Die Standorte Grundschule und Kindergarten haben die nötigen Kriterien bereits erfüllt. Dafür war unter anderem die Zustimmung der hessischen Polizeiakademie nötig, die mittlerweile vorliegt. An an allen Wunschstandorten im Gemeindegebiet hatte es zuvor Fahrzeugzählungen und Geschwindigkeitsmessungen gegeben. Ein Unternehmen hatte sie vorgenommen, ebenso wie in den Städten Kirchhain und Rauschenberg. Sie bilden gemeinsam mit Wohratal einen Ordnungsbehördenbezirk.

Ein Unternehmen spielt bei der Entscheidung, ob ein „Starenkasten“ aufgestellt wird, ohnehin eine zentrale Rolle. Denn: Aufgestellt wird die Anlage von einer Firma, die eine Fallpauschale je geblitztem Verkehrsteilnehmer erhält (diese Zeitung berichtete). Die jeweilige Kommune müsste lediglich die Kosten für den Stromanschluss einer Anlage übernehmen. Doch die letzte Entscheidung wird, wenn das formale Verfahren beendet ist, ohnehin beim Gemeindeparlament liegen. Das häufig angeführte Argument, dass Kommunen Blitzer als Einnahmequelle sehen und „abkassieren“ wollen, will Hartmann für Wohratal nicht gelten lassen. „Wenn wir das gewollt hätten, dann müssten wir auf der Bundessstraße 3 blitzen. Doch das wollten wir eben nicht“, erwidert der Bürgermeister im Gespräch mit dieser Zeitung. Alle möglichen Aufstellorte für „Starenkästen“ seien Gefahrenpunkte.

In der Auestraße sieht Wohratals Bürgermeister Peter Hartmann (parteilos) auch Bedarf für eine Blitzeranlage. Allerdings war die erste Überprüfungungsmessung, um die Eignung als Blitzer-Standort zu prüfen, offenbar zu kurz. Eine weitere Messung soll jetzt Klarheit bringen. Aus eigener Beobachtung weiß Hartmann, „dass dort vor allem Auswärtige auf das Gaspedal treten.“

Allerdings sollten sich Autofahrer darauf einrichten, dass sie bereits jetzt jederzeit „abgelichtet“ werden können, wenn sie die Höchstgeschwindigkeit überschreiten. Einmal stand das Messfahrzeug des Unternehmens „Radarrent“ bereits in der Gemeinde. Das Fahrzeug ist im gesamten Ordnungsbehördenbezirk im Einsatz. In diesem Jahr wird es mindestens einen weiteren Termin in Wohratal geben. Ab nächstem Jahr werden es deutlich mehr werden. Dann gibt es eine Jahresplanung gemeinsam mit den Städten Kirchhain und Rauschenberg.

Temposünder am Kindergarten geblitzt

Unter anderem stand die mobile Radarfalle auch am Halsdorfer Kindergarten. Und dort gab es mehrere Geschwindigkeitsüberschreitungen. Künftig wird die Gemeinde das Messfahrzeug unter anderem auch in der Langendorfer Ortsdurchfahrt aufstellen lassen „Dort gibt es Beobachtungen von Anliegern, dass viele Autofahrer zu schnell unterwegs sind“, sagt Hartmann. Die Gemeindeverwaltung Wohratal hat inzwischen eine Mitarbeiterin, die die nötigen Lehrgänge für Geschwindigkeitskontrollen absolviert hat. An Geschwindigkeitsmessungen durch ein Unternehmen wie „Radarrent“ muss grundsätzlich ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin der jeweiligen Kommune beteiligt sein. Schließlich geht es dabei um eine hoheitliche Aufgabe.

n Am Mittwoch, 5. Dezember beschäftigt sich auch der Ortsbeirat Halsdorf mit dem Thema Geschwindigkeitsüberwachung. Die Sitzung beginnt um 20 Uhr im Treffpunkt Halsdorf.

von Michael Rinde

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