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Bis September ist die "neue" K 14 fertig

Straßenausbau Bis September ist die "neue" K 14 fertig

Aus beiden Richtungen wird an der Baustelle Kreisstraße 14 von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt gearbeitet: Alter Boden wird abgetragen, neues Material aufgebracht.

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Im Wald zwischen Emsdorf und Kirchhain koffern Bagger derzeit den Boden für die neue Fahrbahn der Kreisstraße 14 aus. Landrat Robert Fischbach (kleines Foto) machte sich zusammen mit Hessen Mobil-Vertretern selbst ein Bild von der derzeit größten Baustelle des Landkreises. Fotos: Rinde

Emsdorf. Die Bauarbeiten zwischen Emsdorf und Kirchhain schreiten voran, wenn auch wohl nicht ganz so schnell wie ursprünglich geplant. Der verregnete Mai, gepaart mit dem längeren Winter, hat den Zeitplan minimal verschoben. Jetzt rechnen Hessen Mobil und Landkreis damit, dass die Kreisstraße 14 im September wieder für den Verkehr freigegeben werden wird. Ursprünglich war die Fertigstellung im Laufe des August das erklärte Ziel.

Mit einer Bausumme von 4,2 Millionen Euro ist der Ausbau der Kreisstraße 14 das größte Bauprojekt, das der Landkreis in diesem Jahr stemmt. Das Land übernimmt dabei 70 Prozent der Baukosten, immer noch rund 1,2 Millionen Euro muss der Kreis aus seinem Haushalt begleichen. Grund genug für Landrat Robert Fischbach (CDU), sich selbst einen Überblick über den Stand der Bauarbeiten zu verschaffen. Sein erstes Fazit nach kleinem Rundgang: „Das war eine gute Investition, die der Landkreis da getätigt hat.“ Das hat Hintergrund: Denn wie sich bei den Bauarbeiten nochmals bestätigte, war der Zustand der Straße auf der rund vier Kilometer langen Ausbaustrecke miserabel.

Wer die neue Trasse sieht, registriert auch einen weiteren wesenlichen Grund für das Millionenprojekt: Die Fahrbahnverbreiterung auf 5,5 Meter Breite ist deutlich sichtbar und dürfte die Zahl der haarsträubenden Situationen im Begegnungsverkehr deutlich verringern.

Negative Überraschungen sind bei den bisherigen Bauarbeiten ausgeblieben. Derzeit wird aus beiden Fahrtrichtungen gearbeitet. Während aus Richtung Kirchhain weiterhin ausgekoffert wird, kommt aus Richtung Emsdorf das neue Material. Auf mehreren Kilometern fehlt inzwischen nur noch die Frostschutz-Schicht, bevor die endgültige Asphaltdecke aufgebracht werden kann. Eine verrohrte Drainage liegt bereits über weite Strecken in der Erde. Und außerdem sind auch bereits die Leerrohre weitgehend im Boden, durch die künftig Glasfaserkabel für schnelle Internetverbindungen verlegt werden. „Damit hat dann auch Emsdorf eine schnelle Netzverbindung“, schwärmte Fischbach, ein „Vater“ der Breitband-Initiative.

Fischbach und Willi Kunze, Regionalbeauftragter von Hessen Mobil, erinnerten beim Baustellenbesuch aber auch noch einmal kurz an die längere Vorgeschichte, die dieses Bauprojekt bis zu seiner Realisierung gehabt hat. Am Ende war dann doch ein Planfeststellungsverfahren nötig, um zum nötigen Grund und Boden und Baurecht für das Projekt zu kommen.

Für die an den Fahrbahnrändern gefällten Bäume und die zusätzliche Versiegelung von Waldflächen gibt es Ausgleichsprojekte. So werden in Marburg-Cappel rund 5000 Quadratmeter Wald neu gepflanzt. Außerdem gibt es ein Ausgleichsprojekt bei Hof Netz. Ein Problem hat sich zwischenzeitlich auf der Kreisstraße zwischen Stadtallendorf und Emsdorf ergeben. Warnbaken weisen auf Fahrbahnabsenkungen und kaputte Bankette hin. „Diese Schäden werden wir beheben, sobald sowohl die Bauarbeiten auf der K 14 als auch an den künftigen Windrädern erledigt sind. Vorher macht dies keinen Sinn“, erläutert Bernd Weber, Projektleiter bei Hessen Mobil.

von Michael Rinde

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