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Bioenergiegenossen geben Gas

Energiewende Bioenergiegenossen geben Gas

In Erfurtshausen und Mardorf steht dieser Tage die Nahwärme im Fokus. Während in dem einen Dorf der Bau des Netzes in vollem Gange ist, kämpfen im anderen Dorf die Genossen um ihr Projekt.

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Seit einigen Monaten sind die Arbeiten am Nahwärmenetz in Erfurtshausen in vollem Gange.Archivfoto: Florian Lerchbacher

Erfurtshausen/Mardorf. Seit Monaten ist Erfurtshausen bedingt durch den Bau des Nahwärmenetzes und die Kanalsanierung eine große Baustelle (die OP berichtete). Am Samstag wird das Dorf zur Anlaufstelle für alle, die sich über Bioenergie oder Nahwärme informieren möchten.

Der Fachdienst „Erneuerbare Energien“ veranstaltet von 10 bis 13 Uhr einen „Tag der Bioenergiedörfer“. Leiter Dr. Norbert Clement hat Vertreter der Bioenergiedörfer ins Bürgerhaus eingeladen und referiert zunächst über die Ressourcen im Kreis, Hans-Jochen Henkel widmet sich möglichen Einkaufsgemeinschaften der Dörfer.

Gleichzeitig veranstaltet die Energiegenossenschaft Erfurtshausen von 10 bis 16 Uhr einen „Tag der Baustelle“ sowie eine kleine Fachmesse mit dem Titel „Nahwärmenetz mit Holzhackschnitzel“. Hauptattraktion soll der „Energie-Express“ der Firma Yados sein - ein hochmoderner Truck, der die Botschaft „Energie mit Zukunft“ verbreitet. Aber auch der Holzhackschnitzel-Lieferant, die Heizungsbauer und das Planungsbüro wollen sich präsentieren.

Beim Einbau der Technik in die Nahwärmezentrale liegen die Erfurtshäuser zwei Tage hinter ihrem Zeitplan zurück. Auch beim Tiefbau kam es zu Verzögerungen. Bernd Rhiel vom Vorstand der Genossen begründet dies mit „zahlreichen Leitungskreuzungen im Erdreich“, die den Bau erschwerten. Die ersten Hausübergabestationen seien jedoch geliefert, mit der Montage in den Häusern werde in den nächsten Tagen begonnen. „Wir wollen ohne Kesselbetrieb mit der Wärmelieferung beginnen. Anfangs sollte die Energie aus der Biogasanlage ausreichen“, erklärt Rhiel und berichtet: „In der 40. Kalenderwoche werden die Pufferspeicher in die Nahwärmezentrale eingebracht und angeschlossen. Im Oktober soll erste Wärme im Großteil des Netzes zur Verfügung stehen.“

n Die Bioenergiegenossenschaft Mardorf lädt für Dienstag, 19 Uhr, ins Bürgerhaus zur dritten Bürgerversammlung zum Thema Nahwärmenetz ein. Die Mardorfer haben einige Experten gewonnen, die noch einmal über die Vorzüge eines Nahwärmenetzes berichten sollen. Noch fehlen der Genossenschaft die Mitglieder, entsprechend will sie noch einmal vermitteln, „dass es jetzt gilt, eine historische Chance für die Zukunftsfähigkeit von Mardorf zu nutzen“, wie Vorstandsvorsitzender Bernhard Traulich betont.

Gegen 19.30 Uhr wird Landrat Robert Fischbach über Bioenergiedörfer im Kreis sprechen, danach gibt Oliver Berghamer von einer Energie-Agentur Erläuterungen zum Nahwärmenetz in Mardorf, ehe Rolf Beuermann, Walter Fürstenberg und Bernd Rhiel über die Nahwärmenetze Schönstadt und Erfurtshausen referieren. Ab 21 Uhr steht eine Diskussions- und Fragerunde mit den Nahwärme-Interessenten Mardorf an, danach gibt es Erläuterungen zum weiteren Vorgehen und Möglichkeiten zum Genossenschaftsbeitritt.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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