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Bewohner verlassen Erstaufnahme

Hessenkaserne Bewohner verlassen Erstaufnahme

Nach der Entscheidung des Hessischen Finanzministeriums, die Erstaufnahmeeinrichtung in der Hessenkaserne passiv zu stellen, wurden am Freitag die letzten Flüchtlinge in eine andere Unterkunft gefahren.

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Der letzte Bus mit 46 Flüchtlingen verließ am Freitag gegen 9.30 Uhr die Hessenkaserne in Stadtallendorf unter Begleitung des DRKs in Richtung Büdingen.Fotos: Peter Gassner

Stadtallendorf. Zuletzt hatten in der Kaserne noch 240 Personen gelebt. Von Mittwoch bis Freitag wurden sie nun mit insgesamt vier Bussen nach Büdingen gebracht. Die dortige Erstaufnahmeeinrichtung ist eine­ der elf Unterkünfte im Land Hessen, die zukünftig noch genutzt werden. Die Einrichtung hingegen bleibt zwar als Reserve-Standort erhalten, wird angesichts der zuletzt sinkenden Flüchtlingszahlen aber erst einmal nicht mehr genutzt.

Die Hessenkaserne wurde auf dem Höhepunkt der Flüchtlingszahlen für deren Unterbringung eingerichtet - kurz vor Weihnachten 2015 zogen die neuen Bewohner dort ein. Die Unterkunft wurde für 1050 Flüchtlinge projektiert und für 602 Bewohner nutzbar gemacht. Komplett ausgelastet war sie seitdem jedoch nie. Im Durchschnitt lebten dort rund 250 Menschen.

Betrieben wurde die Erstaufnahmeeinrichtung in Stadtallendorf im Auftrag des Regierungspräsidiums Gießen vom Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Marburg. Was mit den mehr als 30 Mitarbeitern geschieht, die in der Kaserne eingesetzt wurden, ist allerdings weiterhin unklar. „Wir haben unserem Personal bewusst Vertragsverlängerungen“ gegeben, betonte DRK-Geschäftsführer Christian Betz. Die Verträge laufen noch bis Jahresende.

Zunächst gebe es nun „umfangreiche Rückbauarbeiten“, so Betz. „Wir haben den Anspruch, das hier ordentlich zu hinterlassen“.

von Peter Gassner

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