Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Bettkanten-Schach führt Neustädter auf Platz sechs

Deutsche Meisterschaft Bettkanten-Schach führt Neustädter auf Platz sechs

Ihr Ziel war es, einen Pokal zu bekommen. Und die Neustädter Schüler sollten dies bei der Deutschen Schulschach-Meisterschaft der Haupt- und Realschulen in Schönberg im Bayerischen Wald erreichen.

Voriger Artikel
"Es zieht sich und zieht sich"
Nächster Artikel
„Fleißig, tatkräftig und wohlhabend“

Das erfolgreiche Neustädter Team besteht aus (von links): Laura Mutze, Korbinian Witt, Loris Mutze, Iwan Garan, Jeff Czaja, Roman Qayumi und Ursula Lembach.Privatfotos

Neustadt. „War das ein spannendes Wochenende“, fasste Ursula Lembach, die Betreuerin der Schach AG, die vier Tage in Schönberg zusammen. 16 Mannschaften hatten sich qualifiziert, aus Hessen war neben Neustadt noch Langen dabei - dem sich die heimischen Schach-Cracks bei den Landesmeisterschaften noch hatten beugen müssen. Entsprechend suchten sich Roman Qayumi, Iwan Garan, Korbinian Witt und Loris Mutze (alle Klasse 8c) und die Ersatzspieler Jeff Czaja (6a) und Laura Mutze (7b) dieses Team als Maßstab aus.

Prominenz aus der Region übernahm die Auslosung. Zudem wurden gleich zu Beginn des Turniers sechs Glaspokale präsentiert, die Künstler aus einer Glashütte der Region extra hergestellt hatten. Die Neustädter beschlossen, einen dieser Pokale mit nach Hause zu nehmen - also mindestens Platz sechs zu erreichen.

Das Turnier ging auch gleich gut los: Die Neustädter besiegten Grafenau. Danach setzte es jedoch eine deutliche Niederlage gegen eine Mannschaft aus Niedersachsen. Die Stimmung wechselte ständig, doch das Team motivierte sich immer wieder aufs Neue. Bis zum Ende des ersten Spieltages gelang eine Aufholjagd vom 12. bis auf den 7. Platz.

Nun galt es, sich zu erholen und zu regenerieren. Das gelang beim Rahmenprogramm, zu dem unter anderem eine Kirchturmbesteigung gehörte. Die Schüler ließen es sich nicht nehmen, die Glocke der Margaretenkirche anzuschlagen und den Dachstuhl zu besteigen.

Am nächsten Turniertag holten die Neustädter einen Sieg und eine Niederlage, ehe sie zwei Partien mit 3:1 gewannen und sich von Platz acht auf Platz vier hocharbeiteten. „Damit hatte keiner gerechnet“, betonte Lembach und hob hervor, dass ihr Team zu diesem Zeitpunkt zwei Mannschaftspunkte vor Langen stand.

Bei der Auslosung des Gegners für die Endrunde hatten die Neustädter allerdings Pech: In Hasbergen II aus Niedersachsen erwischten sie den Tabellenzweiten - Langen indes hatte Glück und bekam Grafenau zugelost, das auf den hinteren Rängen lag. Ein Mannschaftspunkt würde reichen, um in der Abschusstabelle vor dem Konkurrenten aus Hessen zu bleiben, errechnete Iwan Garan und betonte: „Aber es wäre ein Wunder, wenn wir das schaffen würden.“

Pech bei der Auslosung

Um den Kopf freizubekommen nahmen die Schüler an einer Wanderung zum Fital-Park teil, wo sie sich an Fitness-Geräten bei herrlichem Sonnenschein sportlich betätigten. Zurück im Hotel war dann wieder „Bettkanten- und Balkon-Schach“ angesagt: Wo auch immer Platz war, spielten die Mannschaftskameraden miteinander und gaben sich gegenseitig Tipps.

Die Finalrunde lief dann auch gut an: Die vier Neustädter boten Hasbergen II lange Paroli, doch das Wunder blieb aus und sie mussten sich dann alle in den Endphasen geschlagen geben. Der Blick auf die Ergebnisse der Langener Spieler hellte die Stimmung nicht auf: Diese hatten alle Spiele gewonnen.

Der hessische Konkurrent landete auf Platz fünf, für die Neustädter reichte es zu Platz sechs und entsprechend für einen Pokal. Ein einziges Wort reichte den Schülern, um ihre Emotionen zusammenzufassen: „Wahnsinn!“ Dem schlossen sich auch die beiden Ersatzspieler Jeff Czaja (6a) und Laura Mutze (7b) an, die zwar nicht zum Einsatz kamen, aber als Übungspartner und Aufmunterer für wichtige Unterstützung sorgten. Erfolgreichster Neustädter war Korbinian Witt, der sechs von möglichen neun Brettpunkten erzielte.

Den ersten und zweiten Platz belegten die beiden Mannschaft der Oberschule Hasbergen, den dritten Podiumsplatz erkämpfte sich das Schulzentrum Deegfeld (alle aus Niedersachsen).

Bei der Rückkehr nach Neustadt war die Freude natürlich groß. Schulleiter Hartmut Boss lobte die Schüler für ihren Erfolg beim ersten Auftreten bei Deutschen Meisterschaften und erklärte, er habe sich über E-Mails stets über den Turnierverlauf informieren lassen und mitgefiebert.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis
Von Redakteur Florian Lerchbacher

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr