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Betrunkener 42-Jähriger beißt Polizist in die Hose

Randale Betrunkener 42-Jähriger beißt Polizist in die Hose

Ein 42-jähriger Stadtallendorfer muss sich vor dem Kirchhainer Amtsgericht unter anderem wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt verantworten.

Stadtallendorf. Reumütig gestand der Angeklagte dem Richter und Direktor des Amtsgerichts, Edgar Krug, die Tat und entschuldigte sich für sein Verhalten: „Es war ein großer Mist“. Außerdem verwies er auf ein verstärktes Alkoholproblem, das seine Aggressionen schüre. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft hat sich am Abend des 12. Januar folgendes in einer Straße in Stadtallendorf abgespielt: Polizeibeamte waren gegen 4.20 Uhr auf den Angeklagten aufmerksam geworden, der vor dem Haus seiner Schwester in stark alkoholisiertem Zustand lärmte und randalierte.

Die Beamten wollten den Hartz-IV-Empfänger in eine Ausnüchterungszelle befördern, jedoch wehrte er sich sowohl verbal, in dem er die Polizisten mehrfach beleidigte, als auch körperlich, sodass es nicht möglich war, ihn in den Streifenwagen zu verfrachten und deshalb ein extra großer Transporter anrücken musste. Während der Fahrt spuckte der Angeklagte in den Wagen und biss einem Polizeibeamten sogar in die Hose.

Um 5.40 Uhr nahm schließlich ein Arzt dem 42-Jährigen Blut ab. Es ergab sich bei dieser Blutprobe ein Alkoholspiegel von 2,5 Promille.

Als Ursache dafür nannte er einen vorangegangenen Streit mit seinem Vater, nach dem er laut eigener Aussage so aufgewühlt war, dass er versuchte, seinen Frust im Alkohol zu ertränken.

Dafür hatte sich der 42-Jährige eigens per Taxi eine Flasche Wodka herbeibringen lassen. Diese Flasche Schnaps hat der Mann nach eigener Aussage komplett geleert. Da er aber selbst während jener Nacht, in der sich das Geschehen ereignete, einen Filmriss erlitt und sich lediglich bruchstückhaft an die Gegebenheiten erinnern konnte, war es dem Richter nicht möglich, ein seriöses Urteil zu fällen.

Er müsse „belastbare Tatsachen feststellen können“, sagte Richter Edgar Krug mit Blick auf den Vollrausch und die sich daraus ergebenden Lücken in den Schilderungen des Angeklagten.

Die Verhandlung wurde deshalb vertagt und soll mit einigen Polizeibeamten als Zeugen fortgeführt werden, die in das Geschehen in jener Nacht zu Beginn des Jahres involviert waren.

von Yanik Schick

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