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Betreuer helfen im Alltag

Stadtallendorf Betreuer helfen im Alltag

In der Chemnitzer Straße in Stadtallendorf, in Häusern der Wohnungsgesellschaft GWH, wird ein Sozialarbeiter Bewohnern Hilfen anbieten.

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Insgesamt spendeten GWH und VR Bank die Summe von 1 300 Euro für das neue Sozialprojekt in der Chemnitzer Straße. Foto: Yanik Schick

Stadtallendorf. „Wir möchten mit den Menschen hier ins Gespräch kommen, die verschiedenen Bedürfnisse herausfinden und vor allem den Jugendlichen eine Perspektive aufzeigen“, erklärte Thorsten Riewesell, der Leiter des gemeinnützigen Vereins. Dieser wurde 2010 gegründet und unterhält inzwischen ähnliche Projekte in Kassel und Salzgitter.

Es sei von besonderer Bedeutung, den direkten Kontakt zu den Anwohnern zu suchen, sagt Riewesell. Aus diesem Grund zog der Sozialarbeiter Tobias Czarski, der ursprünglich aus Sachsen stammt und an der Universität in Marburg studierte, vor rund einem Monat in eine Wohnung in der Chemnitzer Straße, die den Mittelpunkt der Initiative und Anlaufstation für die Menschen sein soll. „Wir versuchen herauszufinden, welche Anliegen die Leute haben“, sagt Czarski. Erst in der Folge werden die Projektbetreuer zielgerichtet auf die Bedürfnisse eingehen: beispielsweise mit einer Hausaufgabenhilfe, Beratungen bei der Berufswahl, aber auch Hilfe bei der Bewältigung von Ängsten und materiellen Sorgen, wie zum Beispiel durch eine Schuldnerberatung.

Unterstützt wird das Projekt von der GWH Wohnungsgesellschaft mbH Hessen, die in den vergangenen drei Jahren 186 Wohnungen sanierte und nun bewirtschaftet, sowie von der VR Bank HessenLand. Deren Marktbereichsleiter Bernd Reitz überreichte Thorsten Riewesell einen Scheck in Höhe von 300 Euro. Die GWH Wohnungsgesellschaft spendete im Vorfeld gar 1000 Euro. „Das Ziel muss lauten, Strukturen für ein langfristiges Miteinander zu schaffen“, legte GWH-Abteilungsleiterin Karin Stemmer die Motivation ihrer Firma dar. Mit dem Verein Jumpers habe das Unternehmen bereits bei einem gemeinsamen Projekt in Kassel gute Erfahrungen gesammelt.

„Die GWH hat für eine tolle äußere Atmosphäre gesorgt, nun soll sich die innere Atmosphäre, das Verhältnis zwischen den Nachbarn, daran anpassen“, erläuterte Thorsten Riewesell. Denn oftmals seien es die kleinen Angelegenheiten des Tages, ergänzte ihn Stemmer, die für viele Menschen einen großen Stellenwert besäßen. „Es sind viele, ganz kleine Mosaiksteinchen, die das große Ganze zusammensetzten. Daher hoffe ich auch, dass unsere Spende als Signal wirkt, die Initiative weiter voranzutreiben“, sagte Stemmer, die das Vorhaben als ein „mittelfristiges Unternehmen“ einordnete. Es werde ungefähr drei Jahre dauern, um sichtlich etwas bewegen zu können. Derzeit sind neben Tobias Czarski vier weitere Praktikanten bei Jumpers beschäftigt, die den Sozialarbeiter einmal pro Woche unterstützen.

von Yanik Schick

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