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Betreiber zeigt neue Unterkunft

Wohratal Betreiber zeigt neue Unterkunft

Am Samstag, 9. Januar, sollen sich Bürger aus Wohratal selbst ein Bild von der künftigen Flüchtlingsunterkunft machen können. Damit erfüllt der Kreis eine Forderung der Gemeinde.

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Die frühere Gaststätte Nölp in Wohra in der Gemündener Straße wird zu einer Unterkunft für insgesamt 60 Flüchtlinge. Fotos: Michael Rinde

Quelle: Rinde

Wohratal. Von 10 bis 12 Uhr gibt es an diesem Samstag die Möglichkeit, die künftige Flüchtlingsunterkunft in der früheren Gaststätte Nölp in Wohra zu besichtigen und Fragen zu stellen. Veranstalter dieses „Tags der offenen Tür“ sind der Betreiber und der Landkreis. Der Wohrataler Gemeindevorstand hatte auf diesen Termin im Vorfeld gedrängt. „Ich hoffe, die Bürger nutzen diesen Termin, um sich zu informieren“, betonte gestern Wohratals Bürgermeister Peter Hartmann (parteilos) gegenüber der OP. Es habe rund um diese Unterkunft schließlich zahlreiche Gerüchte in der Bevölkerung gegeben.

Fakt ist, dass in dem ehemaligen Gaststättengebäude 50 Flüchtlinge, im angrenzenden Wohngebäude weitere 10 Menschen unterkommen werden. Im Dezember hatte der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow in einer Gemeindeparlaments-Sitzung über die Planungen informiert.

Laut Hartmann befindet sich die Baugenehmigung bei der Kreisverwaltung „in der Endphase der Prüfung“. Die Gemeinde hatte ihr Einvernehmen erteilt, allerdings nicht für eine Dachbodennutzung. „Mit einer Belegung ist voraussichtlich im Februar zu rechnen“, sagt Hartmann, der sich auf Informationen aus der Kreisverwaltung beruft. Dann leben in Wohra etwa 115 Flüchtlinge in zwei Sammelunterkünften. Bürgermeister Hartmann machte gestern noch einmal klar, dass Wohratal bei Gesprächen mit dem Kreis keine weiteren Sammelunterkünfte akzeptieren wird. Bei der Anmietung von Wohnungen für Flüchtlingsfamilien beharrt die Gemeinde auf einer Mitsprache. Demnächst wird die Zielvereinbarung mit dem Kreis für das neue Jahr beraten.

n In Halsdorf steht der Einzug erster minderjähriger, unbegleiteter Flüchtlinge in der früheren Gaststätte „Zur Goldenen Aue“ bevor. Der Betreiber, das Gießener Unternehmen „Social Services“ hat das Gebäude inzwischen umgebaut. Minderjährige, die alleine auf die Flucht gegangen sind, unterliegen dem deutschen Jugendrecht. Sie dürfen nicht in den zentralen Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht werden und kommen zunächst in Clearingstellen.

Der Kreis als Jugendbehörde hat „Social Services“ mit dem Betrieb dieser Clearingstelle in Halsdorf beauftragt. Zunächst werden dort zehn Jugendliche leben. Am Ende werden es 22 werden, wie Ben Schwieder, Geschäftsführer von „Social Services“ gestern erläuterte. Schwieder rechnet damit, dass der Betrieb der Unterkunft „im Laufe dieser oder in der nächsten Woche“ beginnen kann. Minderjährige Flüchtlinge erhalten eine besonders intensive Betreuung.

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