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Besucher bekommen ganz anderen Blick auf Kirche

Tag des offenen Denkmals Besucher bekommen ganz anderen Blick auf Kirche

Viele Sehenswürdigkeiten des Landkreises waren während des Tags des Denkmals am Sonntag geöffnet. Es gab zahlreiche besondere Aktionen - sowie in Amöneburg eine Ausstellung, die sich mit der Stiftskirche befasste.

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Antonie Köhl (von rechts) erläutert Carmen Gebhard, Gerhard Sohn und Christa Schaub die Ausstellung, die sich mit Besonderheiten der Stiftskirche befasste.

Quelle: Florian Lerchbacher

Amöneburg. "Ich habe so einiges gesehen, was mir in all den Jahren in der Kirche nie so aufgefallen ist“, resümierte Carmen Gebhard nach dem Besuch einer Sonderausstellung zur Stiftskirche und betonte, sie werde beim nächsten Besuch des Gotteshauses viel mehr auf die Details achten. „Meine Tochter hat mir eine Vielzahl von geschichtlichen Daten vorgelesen, die ich nicht kannte - die mich aber sehr interessieren“, ergänzte Gerhard Sohn und lobte, dass die Ausstellung also auch einem blinden Menschen wie ihm vieles vermittelt habe.

Den Blick für die Details der Kirche auf dem Berg schärfen -so hatte das Ziel von Antonie Köhl, Reinhard Forst, Gabriele Clement und Herbert Fischer gelautet. Ein Ziel, das die Mitglieder des Fördervereins der Stiftskirche voll und ganz erreichten. Neben der Ausstellung boten sie schließlich auch noch Kirchenführungen an.

"Das war mir nicht bewusst"

Schon im Vorfeld des Denkmaltags waren zahlreiche Besucher ins Rabanushaus geströmt. Menschen, die eigentlich beim Ehemaligentreffen der Stiftsschule waren, die Gunst der Stunde jedoch nutzten - und den Fördervereinsmitgliedern Extraschichten abverlangten, die diese aber gerne machten. Auch nach zahlreichen Führungen war Köhl immer noch die Begeisterung anzumerken: Voller Elan gab sie beispielsweise Informationen zu rund 400 Jahre alten Stichen, zu Zeichnungen von Otto Ubbelohde, zur alten Kirchentür und ihren Beschlägen oder auch zu den spektakulären Chorfenstern, die Carl Schäfer 1871 geschaffen hatte.

Besonders am Herzen liegt ihr die „Personifikation der Amana­burg“ - ein Bild oberhalb des Marienaltars. Darauf zu sehen ist eine Frau, die grüne Kleidung trägt, was die landwirtschaftliche Bevölkerung darstellt. Auf ihrer Hand trägt sie die Stiftskirche und auf ihrem Kopf eine Mauerkrone, die den beliebten Mauerrundweg der Stadt symbolisiert. „Das war mir bisher nicht bewusst“, kommentierte Gebhard die Erläuterungen. „Woher auch“, entgegnete Köhl verständnisvoll. Gegenüber dieser Zeitung kündigte sie an, die Ausstellung zu verwahren - und bei Gelegenheit wieder zugänglich zu machen.

von Florian Lerchbacher

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