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Bestes Licht, guter Ton und frische Luft

Viele Verbesserungen im erneuerten Bürgerhaus Bestes Licht, guter Ton und frische Luft

Nach der Sanierung und Modernisierung wird das Kirchhainer Bürgerhaus erst am 20. März beim Jahresempfang der Stadt offiziell eingeweiht. Eine Art Vorpremiere erlebte das Gebäude bei der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung.

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Die Kirchhainer Stadtverordneten und Stadträte haben das runderneuerte Kirchhainer Bürgerhaus bereits in Besitz genommen. Im Vordergrund: Stadtrat Hermann Albrecht. Foto: Matthias Mayer

Kirchhain. Hell und freundlich wirkt der große Saal, der nur noch zwei Farbtöne kennt: weiß und hellgrau. Auch die faltbare Holz-Trennwand zwischen großem und kleinem Saal wurde grau lackiert. Formschöne Deckenleuchten sorgen für blendfreies und - wie Bürgermeister Jochen Kirchner unter Hinweis auf die alte Beleuchtung hervorhob - „flackerfreies Licht“.

Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, um die Stadtverordneten mit den wichtigsten Veränderungen vertraut zu machen. Jochen Kirchner stellte fest, dass die Stadt durch die Teilung des Gebäudes praktisch keine Nutzfläche verloren habe, da es weder für die beiden Groß-Küchen noch für das ehemalige Bürgerhaus-Restaurant einen wirklichen Bedarf gebe. Die Bürgerhaus-Küche sei zuletzt nur noch zwei bis dreimal pro Jahr genutzt worden; die 100000 Euro teure Sanierung dieser Küche sei wirtschaftlich nicht vertretbar gewesen. Die neue Küche reiche für das Anrichten der von Caterern gelieferten Speisen aus. Neben der Küche seien auch die Theke und das Stuhllager umgezogen.

Der Bürgermeister verwies auf die großzügig dimensionierte Lüftungsanlage, die das Öffnen der Fenster unter dem Dach auch bei Großveranstaltungen überflüssig mache. Deshalb ließen sich die neuen Fenster nicht öffnen, was auch dem Ruhebedürfnis der Anwohner diene. Zudem sei die Akustik des Saales unter anderem durch den Einbau einer speziellen Wandverkleidung an der Stirnseite erheblich verbessert worden. Die Gesangvereine müssten das Bürgerhaus nicht länger für ihre Konzerte meiden, zumal die neue Beschallungsanlage gleichermaßen für die Übertragung von Musik und Sprache geeignet sei.

Der Bühnentrakt präsentiert sich noch als schwarzes Loch mit Alufolie-ummantelten Belüftungsrohren. „Für den Bühnenbereich ist noch kein Geld da“, erklärte der Kämmerer der Schutzschirm-Kommune.

Dagegen wird für ein weiteres Provisorium nach Ideen für eine Lösung gesucht. Da die alten Trennwände nicht mehr genutzt werden konnten, ist der große Saal jetzt zum Foyer offen - bis auf eine Glastür. So gibt der offene Säulengang den Blick auf die WC-Türen frei. „Vorschläge sind willkommen. Vielleicht lassen sich mobile Abtrennteile einsetzen“, sagte der Bürgermeister.

Während die beiden Säle ihre Fußböden behalten, bekam das neu zugeschnittene Turmzimmer einen Holz-Schwingboden. Damit sei der Raum auch für Sport- und Tanzgruppen nutzbar, erklärte der Bürgermeister. Zum vom Bürgerhaus separierbaren Turmzimmer-Trakt gehörten ein eigener Eingang, Sanitärräume und Abstellräume für die Utensilien der Vereine. Diesen könne für den Turmzimmer-Trakt die Schlüsselgewalt übertragen werden.

von Matthias Mayer

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