Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Besseres Licht, weniger Verbrauch

Neustadt tauscht Straßenlampen aus Besseres Licht, weniger Verbrauch

In Neustadts Kernstadt wechselt ein Montagetrupp von Eon die Beleuchtungskörper. LED-Leuchten ersetzen die alten, vor allem stromfressenden Bogenlampen.

Voriger Artikel
Boxcamp muss nicht in Zwangspause
Nächster Artikel
Noch hilft die Ölheizung ein wenig mit

Diese Bilder entstanden nach der Montage von Probeleuchten in der Straße Im Hattenrod. Oben ist der Zustand bei der alten Bogenlampe, unten nach der Umrüstung zu sehen. Die Fotos entstanden bei einer Lichtmessung.

Quelle: Eon Mitte AG

Neustadt. Es ist eine der größten Investitionen, die die Stadt Neustadt in den vergangenen Jahren getätigt hat. In diesem und im nächsten Jahr tauscht Eon Mitte im Auftrag der Stadt 650 alte Bogenlampen gegen LED-Leuchten (die OP berichtete). Nach acht Jahren soll sich die Investition gerechnet haben, zumal die Lebensdauer deutlich höher ist als bei der alten Technik.

130000 Euro investiert Neustadt in diesem, weitere 160000 Euro im nächsten Jahr. 40000 Euro davon kommen aus einem Förderprogramm des Bundes für die rund 300 Lampen, die in diesem Jahr ausgetauscht werden. Bleibt eine Summe von 250000 Euro, finanziert durch einen Kredit bei der KfW-Bank mit einem Zinssatz von unter einem Prozent. Bürgermeister Thomas Groll (CDU) erwartet Einsparungen von etwa 32000 Euro pro Jahr für die Stadt. In diesem Betrag sind Energieeinsparungen und geringere Wartungskosten enthalten.

Eine alternative Einsparmöglichkeiten hatte die Stadt in der Vergangenheit schon getestet, die Nachtabschaltung. Nach massiven Bürgerbeschwerden blieb es beim Versuch. „In Städten, in denen es die Bürger gewohnt sind, dass nachts die Leuchten brennen, lässt sich so etwas nicht durchsetzen“, ist Bürgermeister Thomas Groll (CDU) überzeugt.

Hell-Dunkel-Bereichverändert sich

Wer in einer der Straßen wohnt, in denen die Leuchten bereits getauscht sind, wird die Unterschiede schon bemerkt haben. Farbwirkung und Verteilung des Lichts sind anders. Burkhard Meth, Leiter der hiesigen Netzregion von Eon Mitte, spricht von einer veränderten Hell-Dunkel-Grenze. Eon hat in der Straße Im Hattenrod während deren Ausbau als erstes mit LED-Leuchten ausgestattet und dort Lichtmessungen bei alter und neuer Beleuchtung vorgenommen.

Das Ergebnis ist auf den beiden obigen Bildern zu sehen. Klar zeigt sich, dass die LED-Leuchten weiter strahlen, also auch den Straßenraum ausleuchten. In diesem Jahr konzentriert sich Eon auf die Gemeindestraßen in der Kernstadt, in Teilen von Momberg und Mengsberg. Speckswinkel und die weiteren Straßenlampen im Stadtgebiet, kommen im nächsten Jahr an die Reihe. Etwa acht Wochen sollen die Montagearbeiten in diesem Jahr dauern. Der Montagetrupp arbeitet mit einem Hubsteiger.

Lampenmasten werden nur ausgetauscht, wenn sie nicht mehr standsicher sein sollten. Das müsste dann allerdings die Stadt Neustadt übernehmen.

Gestern war der vierköpfige Montagetrupp beispielsweise in der Mozart- und den angrenzenden Straßen unterwegs. Bei den Bundes-, Landes- und Kreisstraßen gibt es keinen Lampentausch. So erklären sich auch folgende Zahlen: Im Neustädter Stadtgebiet stehen rund 1100 Straßenlampen. Ausgenommen vom Tausch sind auch rund 100 historische Leuchten oder Lampen, die schon Energiespartechnik haben.

von Michael Rinde

Hintergrund:

Die neuen LED-Leuchten sparen nach Eon-Angaben etwa 60 Prozent Energie ein. Um dieses Ergebnis zu erzielen, ist neben dem Einsatz der eigentlichen Lampen auch eine wirksame Optik erforderlich. Die eingebauten Lampen sind dimmbar, so dass sie den Gegebenheiten vor Ort angepasst werden können.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr