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Berthold Möller gibt Taktstock nach 47 Jahren ab

Das Ende einer Ära Berthold Möller gibt Taktstock nach 47 Jahren ab

Der Männergesangverein veranstaltete einen abwechslungsreichen Dämmerschoppen: Auf dem Programm der Veranstaltung standen viel Musik, Ehrungen und das Ende einer Ära.

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Berthold Möller (links) überreicht den Taktstock an Wilfried Tschuppik, seinen Nachfolger als Chorleiter in Mengsberg.Privatfoto

Mengsberg. Die musikalische Eröffnung des Dämmerschoppens durch den Männergesangverein Mengsberg dirigierte Berthold Möller noch selbst. Als die Gastgeber das zweite Mal auftraten, stand ein historischer Augenblick an: Der Chorleiter gab nach 47 Jahren den Taktstock weiter an Wilfried Tschuppik aus Momberg.

Vorsitzender Heinrich Hainmüller war voll des Lobes für Möller und dessen „riesiges Engagement“ in den vergangen fast 50 Jahren. Er gebe den Taktstock mit einem lachenden und einem weinenden Auge weiter, entgegnete Möller und freute sich über die immer gute Zusammenarbeit mit allen Höhen und Tiefen, die ein Verein in einem so langen Zeitraum erlebte. Ebenfalls Grund zur Freude gebe ihm das Wissen, dass der Verein in Tschuppik einen qualifizierten Nachfolger gefunden habe. Er wünschte ihm viel Erfolg für die Chorleitertätigkeit und stellte heraus, dass er das Amt eine so lange Zeit nicht ohne die Unterstützung durch seine Frau Josi hätte ausfüllen können. Möller scheidet aber nicht komplett aus dem Chor aus: Er bleibt den Mengsbergern als zweiter Bass und stellvertretender Chorleiter treu.

Dann war es an der Zeit für das Debüt Wilfried Tschuppiks. „Mit drei Vorträgen, die er in den vergangenen Proben mit dem Chor erarbeitet hatte, gelang dies hervorragend“, betonte Schriftführer Armin Lotz und berichtete, Tschuppik sei Organist und Kantor in der katholischen Kirchengemeinde Momberg. Er könne auf 25 Jahre Erfahrung als Chorleiter des Sankt-Johannes-Chores Momberg zurückgreifen. Die Mengsberger Sänger habe er von den ersten Proben an mit fachlichem Wissen und Einfühlungsvermögen überzeugt.

Auf dem Programm des Dämmerschoppens standen neben dem Wechsel des Chorleiters noch Ehrungen: Gerd Müller, der Vorsitzende des Sängerkreises Schwalm-Knüll, überreichte langjährigen Mitgliedern des MGV Mengsberg Urkunden des Deutschen Sängerbundes.

Gastchöre überzeugen

Und natürlich kam auch die Musik nicht zu kurz: „Zunächst wusste der gemischte Chor Speckswinkel wirkliche Freude am Gesang zu vermitteln, was sich auch auf das Publikum übertrug“, berichtete Lotz. Ein Chor aus Freudenthal habe es sich nicht nehmen lassen, trotz Minimalbesetzung ein Lied zum Besten zu geben. Belohnt worden sei der Mut mit stürmischem Applaus.

Der Gemischte Chor Erksdorf sei zunächst als Männerchor aufgetreten und danach in gemischter Besetzung: „Die Erksdorfer überzeugten durch gute Dynamik in allen Stimmen und kraftvolle Bässe“, kommentierte Lotz. Als dann noch der gemischte Chor Speckswinkel aufgefordert worden sei, mit den Erksdorfern zu singen, habe auf der Bühne ein beachtlicher Klangkörper gestanden, der durch die kombinierten, im Vorfeld erwähnten Eigenschaften beider Chöre zu Hochform auflief. Entsprechend war die Reaktion der Zuhörer, die den Vortrag mit großem Applaus honorierten.

Damit die Zusammenarbeit mit dem neuen Chorleiter Früchte trägt, hofft der Mengsberger Männergesangverein auf Zuwachs: Interessierte seien eingeladen, unverbindlich an den Proben dienstags um 20 Uhr im Gasthaus Ochs teilzunehmen.

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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