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Beim Spektakel wird Bonifatius sichtbar

Kulturspektakel Beim Spektakel wird Bonifatius sichtbar

Rund 300 Gläubige feierten das Patronatsfest des Pastoralverbundes St. Bonifatius mit einem feierlichen Gottesdienst, einem Theaterstück und der Segnung der Bonifatiusstatue in der Schlossruine.

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Pfarrer Marcus Vogler segnet die imposante Statue, die Bonifatius in Lebensgröße darstellt.

Amöneburg. Pünktlich zur ersten Freiluft-Veranstaltung des sechsten Kulturspektakels kam die Sonne zum Vorschein und sorgte so zum Hochfest des heiligen Bonifatius für beste Rahmenbedingungen.

Im Jahr 2006 war der Pastoralverbund St. Bonifatius gegründet worden. Seither wird alljährlich das Patronatsfest gefeiert. In der besonderen Atmosphäre der Schlossruine erlebten die Besucher am Abend einen festlichen Gottesdienst, in dessen Mittelpunkt Ortspfarrer Marcus Vogler die Verbundenheit Amöneburgs mit dem heiligen Bonifatius stellte und die immer enger werdende Gemeinschaft innerhalb des Pastoralverbundes hervorhob. Zum Ausdruck kam dies während des gemeinsam gebeteten „Vaterunser“. Hand in Hand demonstrierten die Gläubigen während des Gebetes Zusammenhalt und Gemeinschaft im Glauben.

Die große Zahl der Besucher zeige, dass sich allmählich die Idee des Pastoralverbundes durchsetze, betonte Vogler, der mit den Ortspfarrern der umgebenden Gemeinden den Gottesdienst zelebrierte.

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes hatten Bläser aus dem Pastoralverbund unter der Federführung der Feuerwehrkapelle Mardorf und der Gesamtleitung von Benjamin Klingelhöfer übernommen.

Statt einer Predigt gab es ein szenisches Spiel über Bonifatius, wie er die „Botschaft der Liebe Gottes“ nach Amöneburg trägt. Ingrid Hintze und Stefan Völker hatten dafür drei Szenen des Bonifatiusspiels aus der Feder von Joachim Hintze bearbeitet. Mittelalterlich kostümiert zeigten die 25 Berger Komödianten im Alter von 6 bis 75 Jahre eine beeindruckende Darstellung.

Eindrucksvoll präsentierten die Darsteller, wie Bonifatius (Freddy Greib) im Jahr 721 nach „Amanaburch“ kommt und auf die heidnische Bevölkerung und Oberpriester (Andreas Möller-Forst) und die allwissende Frau (Sabine Fruth) trifft. Doch die Worte des heiligen Bonifatius berühren das Herz des Volkes. „Ich bin ein Werkzeug, durch das Christus wirkt“, sagt er nach der Heilung des jungen Dietmar (Joris Föller), der mit schöner klarer Stimme das Loblied „Großer Gott wir loben dich“ anstimmt, in das feierlich die Musikkapelle und die gesamte Gemeinde einfällt.

Mitgestaltet wurde der Gottesdienst von Messdienern und Gemeindemitgliedern aus dem gesamten Pastoralverbund. Zum Abschluss segnete Pfarrer Vogler die Gläubigen mit der Bonifatiusreliquie.

Fortgesetzt wurden die Feierlichkeiten an der zu diesem Zeitpunkt noch verhüllten Bonifatiusstatue, die Künstlerin Vera Morneweg mit einer Kettensäge aus einem rund 100 Jahre alten Eichenstamm aus dem Brücker Wald gefertigt hatte.

Bevor Pfarrer Vogler die Statue segnete, übernahm Michael Richter-Plettenberg, Bürgermeister und Vorsitzender des Vereins Kulturspektakel, unter dem Applaus der Gottesdienstbesucher die feierliche Enthüllung der Statue. Ziel sei es gewesen, Bonifatius in Amöneburg sichtbar zu machen und so darzustellen, wie er hätte gewesen sein können, als er in Amöneburg war, sagte das Stadtoberhaupt. „Ich hoffe, dass Bonifatius lange heile hier steht“, wünschte er. Mit einem kleinen bengalischen Feuer ging das Patronatsfest stimmungsvoll zu Ende.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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