Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Beim Rockabend geht eine Ära zu Ende

Musik Beim Rockabend geht eine Ära zu Ende

Die Fans von Softeis erwartet am morgigen Samstag in Rauschenberg ein ganz besonderes Konzert der bekanntesten Rockband des Landkreises: Am Keyboard kommt es zu einem Wechsel.

Voriger Artikel
Ortsbeirat segnet Tankstellen-Pläne ab
Nächster Artikel
Wo Kinder übers Wasser laufen

Armin Holten (von rechts) verlässt Softeis beziehungsweise Alex Pöltl, Michael Walter, Gerhard Eismann, Ronny Moucka und Werner Eismann. Neuer Keyboarder ist Michael Böcher.Foto: Lerchbacher

Rauschenberg. Rauschenberg. Warum einfach, wenn‘s auch pompös geht? Die Mitglieder von Softeis sind leidenschaftliche Showmacher -und das wollen sie bei ihrem Auftritt am morgigen Samstagabend in Rauschenberg auch wieder ausleben. Es soll schließlich ein denkwürdiges Konzert geben, bei dem eine Ära zu Ende geht: Armin Holten (44) verlässt die Band und übergibt den Posten am Keyboard an Michael Böcher (48).

Und das wird natürlich so inszeniert wie bei den großen musikalischen Vorbildern von Deep Purple, die Anfang des Jahrtausends den Wechsel an den Tasten von Jon Lord zu Don Airey vollzogen. Da trat allerdings zunächst der neue Keyboarder auf, der dann noch einmal an den alten übergab. Bei Softeis steht zunächst Holten auf der Bühne, der sich nach „The Final Countdown“ mit einem Solo von der Band verabschiedet. Wie bei Deep Purple folgt dann „Perfect Stranger“ mit Böcher an den Tasten.

„Ich will nicht an einen Punkt kommen, an dem man auf der Bühne steht, aber eigentlich gar keinen Bock mehr hat“, erklärt Holten seinen Ausstieg. Nach 20 Jahren sei einfach „ein bisschen die Luft raus“ - und so wolle er lieber nun guten Gewissens gehen, als zu lange zu warten und sich dann zu ärgern.

Die Kollegen nehmen es ihm nicht übel. „Naja, ich werde am Samstagabend auf der Bühne sein Keyboard kaputthauen. Aber sonst ist‘s okay“, kommentiert Gitarrist Gerhard Eismann mit dem band-typischen Humor. Schlagzeuger Michael Walter gibt sich da eher philosophisch: „Ich habe 72 Stunden leise unterm Teppich geweint. Aber: Wenn eine Tür zugeht, geht eine andere auf.“

„Wir gehen im Guten auseinander“, betont Holten und ergänzt: „Wir sind uns jetzt 20 Jahre lang auf den Sack gegangen - und das war völlig in Ordnung.“ Woraufhin Böcher seinen ersten Einsatz hat und beweist, dass er auch in Sachen Humor das Softeis-kompatible Taktgefühl hat und seiner Band ankündigt: „Ab jetzt geh‘ ich Euch eben auf den Sack.“

Seine ersten musikalischen Gehversuche machte er einst am Akkordeon. Im Alter von 12 Jahren begleitete er seinen Bruder in einer Rockband: „Da macht ein Akkordeon keinen Sinn, also wechselte ich zur portablen Orgel, wie das Keyboard früher genannt wurde.“ Später war er in verschiedenen Musikgruppen aktiv, unter anderem bei Demon‘s Eye, einer relativ bekannten Deep-Purple-Coverband.

Im Jahr 2009 trat er sogar schon mehrfach mit „Purple“ auf - einer Band, als die sich Softeis gelegentlich ausgibt, wenn die Musiker sich komplett Songs von Deep Purple widmen wollen. „Das hat Spaß gemacht und gerockt“, sagt Blöcher und hebt hervor: „Es passt musikalisch zwischen uns.“ Ein Punkt, der auch wichtig ist, schließlich muss er zu Proben und Konzerten extra aus dem Sauerland anreisen: „Aber das ist es mir wert.“

Programm am Samstag

Grenzgang, dritter Abschnitt

7 Uhr: Begrüßung der Teilnehmer am Marktplatz; 7.05 Uhr: Start des Grenzgangs (Streckenlänge 14 Kilometer); 12 Uhr: Ankunft am Frühstücksplatz Sportheim Schwabendorf; 18 Uhr: Ankunft im Festzelt Rauschenberg, wo die Grenzgangkapelle spielt. 20 Uhr: Beginn des Rockabends mit der Vorband „Bazouka Groove Club“, gegen 21 Uhr: Softeis.

Programm am Sonntag

10 Uhr: Festgottesdienst in der Stadtkirche; 13 Uhr: Start des Festzuges „Sagen- und märchenhaftes Rauschenberg“ am Rewe-Parkplatz; danach: Musikzüge treten im Festzelt auf; 17 Uhr: Stimmung im Festzelt mit „Aischzeit“.

von Florian Lerchbacher

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr