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Beim "Knietanz" geht es laut zu

Weiberfasching Momberg Beim "Knietanz" geht es laut zu

In Momberg übernahmen am Freitag die närrischen Weiber das Regiment im Dorfgemeinschaftshaus. 200 Frauen feierten dort ausgelassen.

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Der „Knietanz“ der Frauengemeinschaft war ein Höhepunkt im Showprogramm. Kleines Foto: Karl-Heinz Schreiber startete eine Karriere als Funkenmariechen. Fotos: Yanik Schick

Momberg. „Atemlos“, den aktuellen Hit der Schlager-Sängerin Helene Fischer, sangen die Närrinnen zum Ende des Programms lauthals mit. Tatsächlich ging den Feiernden allerdings noch lange nicht die Puste aus, schließlich gaben sie auch weit über den offiziellen Teil hinaus noch auf der Tanzfläche mächtig Gas. Kurzum: in den Reihen der Frauen herrschte während des Abends der absolute Ausnahmezustand. Sie hatte mal wieder Einfallsreichtum bewiesen, die Momberger Frauengemeinschaft. Insgesamt acht Sketche führten die Organisatorinnen auf der Bühne auf und sorgten damit in der Zeit der Büttenreden für humorvolle Abwechslung.

Fasching in Momberg 2014: Zum Weiberfasching bei den "Ranzemännern" kamen 200 Besucherinnen und sorgten für beste Stimmung.

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So zeigten die Weiber zum Beispiel in einem erprobten Stück auf, wie ein Mann die unerwünschte Lage, in einen Banküberfall zu geraten clever für sich nutzen und seine Ehefrau ebenso einfach wie effektiv loswerden könnte. Spiegelverkehrt - zumindest was das Geschlecht betrifft - offenbarte sich die Ausgangssituation in einem anderen Sketch wenige Minuten später. Da war es die Frau, die ihrem faul auf der Couch liegenden Gatten so lange ein schlechtes Gewissen einredete, bis er ging und etwas tat. Kaum war dieser verschwunden, nutzte die listige Frau die Gunst der Stunde und lud ihre Freundinnen zu einer Party ein.

Die Frauengemeinschaft bewies jedoch nicht nur schauspielerisches Vermögen, sondern auch Kreativität und Akrobatik bei eigens einstudierten Tanz-Choreographien. Dort stieß allen voran der „Knietanz“ auf Begeisterung. Wie Puppen ließen die Damen ihre Unterschenkel im Rhythmus zirkulieren; die Oberkörper waren dabei durch ein langes Leinentuch verdeckt. Außerdem kamen die Rock-Fans unter den Frauen im Publikum während des altbekannten, in Zeiten des Karnevals gerne gespielten Maibaum-Lieds auf ihre Kosten. Wer hingegen eher die traditionellen Faschings-Tänze präferierte, durfte die beiden Momberger Gruppen „Ranzeminis“ und „Ranzefunken“ bestaunen, die mit klassischen Garde-Auftritten und ausgeprägten Techniken brillierte. Dabei nutzen die verantwortlichen Frauen die Gelegenheit, um ihren Pfarrer Andreas Riehl, wie es sich für einen wahren Momberger gehört, zum „Ranzemann“ zu machen. Er bekam den markanten schwarzen Hut und das rote Halstuch verliehen.

Besonders laut wurde es beim Auftritt von Karl-Heinz Schreiner, einer der ganz wenigen Männer im Dorfgemeinschaftshaus, der zudem in ungewohnter Rolle posierte. Er übernahm den Job des für den Fasching nahezu unverzichtbaren Tanzmariechens und ließ dabei aufblitzen, dass er vermutlich das ganze Jahr lang an seiner starken Performance gearbeitet hatte.

„Ich hätte euch gern etwas mehr von meinem umfangreichen Repertoire gezeigt, aber die Bühne war für meine spektakuläre Show einfach zu klein“, erklärte Schreiner im Anschluss.

Dass die Stimmung letztlich über mehrere Stunden am Siedepunkt blieb, lag nicht zuletzt an der fast schon hauseigenen Band „Die Momberger“, die die vielen Frauen beim Schunkeln und Tanzen musikalisch unterstützte.

„Mo lau! Das war wieder einmal Spitze!“, resümierte Sitzungspräsidentin Sabrina Feldmann zum Schluss der langen Party feierlich.

von Yanik Schick

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