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Beim Kirchplatz warten Hindernisse

Dorferneuerung Beim Kirchplatz warten Hindernisse

Voraussichtlich im Frühjahr werden die Arbeiten am Erfurtshäuser Kirchplatz beginnen. Momentan gibt es allerdings noch keine Planungssicherheit.

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Der Kirchplatz soll anders aussehen – nur das „Wie“ ist noch offen.Foto: Karin Waldhüter

Erfurtshausen. Es ist bereits die dritte Planungsvariante, die die Erfurtshäuser während der Dorferneuerung für die Umgestaltung ihres Kirchplatzes vorgelegt haben. Noch gab es allerdings kein grünes Licht, stattdessen stehen klärende Gespräche an.

Geplant ist, einen Teil der Hoffläche der Familie Lohmer einzubeziehen. Die Altpflasterung im Pfarrweg soll demnach verbleiben. Um das Überfahren der Fläche zu verhindern, wollen die Erfurtshäuser ein Pflanzbeet im Grenzbereich Pfarrweg anlegen. „Ziel ist es, ein Stück Grün in das Dorf zu bringen“, erläuterte Dr. Annette Schick, die Vorsitzende des Arbeitskreises während der jüngsten Sitzung. Diese Variante sieht zudem einen Baum und eine Bank vor.

Um das umzusetzen, sei ein Stück Hof der Familie Lohmer nötig, verdeutlichte Schick. Dadurch entstünden Mehrkosten in Höhe von 13000 Euro. „Die Mehrkosten müssen an einer anderen Stelle eingespart werden“, betonte Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg. In Richtung Karl-Heinz Lohmer gab das Stadtoberhaupt zu bedenken, dass die Hoffläche künftig wie eine öffentliche Fläche behandelt werde. Das weckte bei Lohmer ernste Bedenken dahingehend, dass möglicherweise sein Hof als Parkplatz genutzt werden und er selbst für seine Fahrzeuge keinen Platz mehr finden könnte. Nach einer regen Diskussion vereinbarten die Anwesenden, zeitnah und im kleinen Kreis nach einer Lösung zu suchen, auch um eine Fertigstellung vor dem „weißen Sonntag“ zu ermöglichen.

Laut Planungen bleibt der hintere Bereich des Pfarrwegs, wie er ist. „Das Budget gibt nicht mehr her“, betonte Schick. „Das ist unbefriedigend und gibt böses Blut“, mutmaßte Norbert Baumgarten und regte Eigenleistungen an.

Das brachte Schick dazu, von den stockenden Arbeiten am Bürgerhausumfeld zu berichten. 62000 Euro stehen dafür seit 2013 im Haushalt bereit, 15000 Euro davon gingen für den Erwerb von Land drauf. Die Planungen haben die Erfurtshäuser bereits auf die Pflasterung des Hofes reduziert (Budget 47 000 Euro). Das Material ist abrufbereit und kann innerhalb von zwei Tagen geliefert werden. „Seit 2013 sind die Mittel eingeplant, und wir stellen sie jedes Jahr zurück. Wir haben faktisch niemand, der pflastert“, klagte Schick: Bei Eigenleistungen sei im Moment einfach die Luft raus.

Erfurtshausen habe viele Baustellen, wo Eigenleistungen nötig seien, erinnerte Baumgarten und nannte das Nahwärmenetz, die Kirche und den Spielplatz. Es sei schwierig, derzeit die Bürger zu motivieren. Um die Pflasterarbeiten umzusetzen, brauche man einen festen Trupp, unterstrich Schick. Im Verlauf der Sitzung einigte sich der Arbeitskreis darauf, die Aktivgemeinschaft anzusprechen, die Jugendlichen zu motivieren und im Frühjahr eine Bürgerversammlung zu initiieren.

Beim Tagesordnungspunkt „Spielplatz Im Weimer“ freute sich Schick über den Fortgang der Arbeiten. Durch die Arbeiten am Nahwärmenetz seien jedoch der Zaun, das Tor und die Straße in Mitleidenschaft gezogen worden. Es habe diesbezüglich Kontakt mit der Genossenschaft gegeben, berichtete Richter-Plettenberg. Bisher jedoch ohne Ergebnis.

Erfurtshausen ist im vierten Jahr der Dorferneuerung. Für die kommenden Jahre stehen folgende Projekte an: Friedhof (57000 Euro), Backhaus (90000 Euro), Bushaltestelle (25000 Euro) Bildstöcke und Kreuze (12000 Euro), Ortseingang/Begrünung (39000 Euro), Trennwand Bürgerhaus (25000 Euro) und Moderation Bürgerhaus (3000 Euro), „Älter werden in Erfurtshausen“ (15000 Euro), Kleingewerbe (3000 Euro) und das Funktionsgebäude (50000 Euro). Auf dem Friedhof werde man im kommenden Jahr mit dem zentralen Weg beginnen, erläuterte Schick.

Im Verlauf der Sitzung einigte sich der Arbeitskreis darauf, die Projekte „Trennwand“, „Moderation Bürgerhaus“ und „Ortsbegrünung“ nicht mehr zu verfolgen und „aus dem Topf“ zu nehmen, um andere Projekte besser auszugestalten. Schick nannte in diesem Zusammenhang die Ausdehnung der Arbeiten am Pfarrweg.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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