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Beide zusammen sind perfekt ausgerüstet

Neue Fahrzeuge Beide zusammen sind perfekt ausgerüstet

Für die Einsatzabteilungen der Feuerwehren Hatzbach und Wolferode gab es eine vorweihnachtliche Gabe. Sie bekamen neue Einsatzfahrzeuge.

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Pfarrerin Anja Fülling segnete die anwesenden Feuerwehrleute bei der Fahrzeugübergabe vor der Stadtallendorfer Stadthalle.

Quelle: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Die Feuerwehr in Hatzbach nutzte bisher ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) aus dem Baujahr 1989 und das Fahrzeug der Feuerwehr Wolferode wurde gar 1985 gebaut. Aufgrund des Alters von 25 beziehungsweise 29 Jahren war eine Neubeschaffung notwendig. Schon Mitte letzten Jahres sei ein Antrag auf Landeszuwendung gestellt worden, erklärte Bürgermeister Christian Somogyi bei der feierlichen Fahrzeugübergabe. Die Zuwendung des Landes bestand aus der Bereitstellung der Fahrgestelle im Wert von jeweils rund 30 000 Euro.

Die Feuerwehrkameraden der beiden Wehren machten sich sehr viele Gedanken über die sinnvollste Ausstattung der Fahrzeuge. Bei der Planung und der Überwachung des Baus ab Anfang 2014 war Reiner Schmidt aus Hatzbach federführend beteiligt. „Unzählige Male besuchte er die Firma Iveco-Magirus, um nachzuschauen, ob man dort alles richtig und in unserem Sinne macht“, betonte Somogyi.

Anforderungen an Fahrzeuge drastisch gestiegen

Stadtallendorfs Stadtbrandinspektor Ulrich Weber hob in seinem Grußwort hervor, dass die Anforderungen an das Material und die Ausrüstung der Feuerwehr drastisch gestiegen seien und schon nach wenigen Jahren nachgerüstet oder ausgetauscht werden müsste. „Nicht nur die Ausbildung der Leute ist wichtig, sondern man muss auch gutes Material zur Verfügung haben“, betonte Weber. Er wies im Gespräch mit dieser Zeitung darauf hin, wie wertvoll es sei, dass die Fahrzeuge fast identisch sind und somit durch die jeweils andere Wehr bedient werden könnten.

Reiner Schmidt ging auf die Details der neuen Fahrzeuge ein und erklärte auch die minimalen Unterschiede. Das Hatzbacher Auto hat einen Lüfter, das Wolferoder Fahrzeug an gleicher Stelle einen Akkuspreizer. Hatzbach hat eine Tauchpumpe, Wolferode einen 10-Tonnen-Heber mit dem nötigen Unterlegmaterial. Somit ergänzen sich beide Fahrzeuge und seien in Summe perfekt ausgestattet. Beide Fahrzeuge haben jeweils einen Wert von fast 80 000 Euro. Das mit einem 175 PS starken Motor ausgestattete Fahrzeug ist ein TSFW mit Doppelkabine. TSFW steht für Tragkraftspritzenfahrzeug, das wasserführend ist, es sind 750 Liter Löschwasser an Bord. In der Doppelkabine haben vorne zwei und hinten vier Feuerwehrleute Platz.

Für analogen und Digitalfunk ausgerüstet

Funkmäßig sind die Fahrzeuge quasi doppelt ausgerüstet, nämlich für den älteren analogen Funk und den moderneren Digitalfunk. Neben dem Herzstück, der Tragkraftspritze, gibt es wertvolles Zubehör, beispielsweise Stromerzeuger, LED-Lichttechnik mit 4,5 Meter hohem Mast, Motorsäge oder 200 Liter Schaummittel. Pfarrerin Anja Fülling freute sich mit den Feuerwehrleuten und sang ihnen ein selbst verfasstes Lied. „Es ist das einzige Lied, in dem das Wort Tragkraftspritze vorkommt, scherzte sie. „Ihre wichtige Aufgabe soll auch Freude bereiten“, sagte sie den Blauröcken und stellte die Wichtigkeit der Feuerwehr und das große Engagement der Frauen und Männer heraus. Vor der Vorführung der neuen Fahrzeuge segnete sie die Feuerwehrleute.

Die VR Bank-Hessenland überreichte den beiden Wehrführern Torben Knoch aus Hatzbach und Lars Amrhein aus Wolferode je einen Scheck über 500 Euro.

von Klaus Böttcher

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