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Bei Folkloretänzen geht‘s extrem zu

Trachtentanz Bei Folkloretänzen geht‘s extrem zu

Das Internationale Folklorefestival Marburg-Biedenkopf machte auch bei der 20. Veranstaltung in Kirchhain Station. Fünf Gruppen aus dem In- und Ausland begeisterten die Besucher.

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Schon beim Warten auf ihren Auftritt gaben die lettischen Tänzer ein interessantes Bild ab.

Quelle: Klaus Böttcher

Kirchhain. Schon weit vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung unterhielt die Hessische Trachtenkapelle Wohratal die Besucher mit Polkas, Märschen oder Walzern. Dabei kamen die Musiker auf der sonnenüberfluteten Bühne vor dem historischen Rathaus ganz schön ins Schwitzen. Fast eine dreiviertel Stunde lang sorgten sie für Unterhaltung, bevor Hartmut Reiße alle beteiligten Gruppen auf dem Marktplatz aufmarschieren ließ.

Unter der musikalischen Begleitung der Trachtenkapelle Wohratal stellte der Vorsitzende des Arbeitskreises Internationales Folklorefestival die Kindertrachtentanzgruppe Wohra, das Folklore-Ensemble „Jaunpils“ aus Lettland, the Huntingdon Music Scholl Association Band aus Großbritannien und das Folklore-Ensemble „Knahinka“ aus der Slowakei vor.

In Kirchhain gebe es beim Folklore-Festival öfter extreme Wetterlagen, meinte Reiße. Dabei spielte er auf die total verregnete Veranstaltung vor Jahren und die große Hitze diesmal an. „Das Folklore-Festival Marburg-Biedenkopf ist so alt wie der Landkreis“, sagte Reiße während der Begrüßung und erinnerte an den Anfang 1974. Damals wollten Fritz Lenz und Hartmut Reiße aus Cölbe sowie Karl Kesper aus Betziesdorf den Jugendgruppen im Marburger Land die Gelegenheit bieten, andere Länder und Kulturen kennenzulernen. So hatten in dem Jahr die Trachtengruppen in Biedenkopf, Betziesdorf, Cölbe, Gladenbach und Wohra Gäste aus Frankreich, Jugoslawien, Österreich, Polen und Rumänien zu Gast.

Gäste sind privat untergebracht

Alle ausländischen Gäste wurden und werden heute noch privat bei den Mitgliedern der heimischen Gruppen untergebracht. Durch diesen engen Kontakt soll erreicht werden, dass sich junge Menschen unterschiedlicher Nationalitäten besser kennen-, verstehen und achten lernen. Freundschaften, die so entstehen, werden durch Gegenbesuche der deutschen Gruppen gepflegt und vertieft.

Als ein kulturelles Ereignis zur internationalen Kontaktpflege bezeichnete Detlev Ruffert, der Vorsitzende des Kreistages, die Veranstaltung und erklärte den Gästen humorvoll den Vorteil großer Instrumente: „Die spenden mehr Schatten als die kleinen.“ Der neue erste Kreisbeigeordnete, Marian Zachow, freute sich über die Traditionspflege im Kreis und stellte dabei die Arbeit der Ehrenamtlichen lobend heraus. Stadtverordnetenvorsteher Willibald Preis zeigte sich überwältigt von dem imposanten Bild von vier Nationen auf dem Marktplatz.

Den guten Kontakt untereinander demonstrierte die Leiterin der Kindertrachtentanzgruppe Wohra, Hannelore Keding-Groll. Weil zwei Kinder fehlten, holte sie für einen Tanz zwei Mädchen der Gruppe aus der Slowakei dazu, was ihr und den Kindern großen Beifall einbrachte. (Über die mitreißenden Darbietungen der drei ausländischen Formationen berichteten wir von ihrem Auftritt in Marburg).

von Klaus Böttcher

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