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„Behindertenfreie Zone“

Rollstuhlfahrer-Protest „Behindertenfreie Zone“

Aufgerüttelt durch einen OP-Bericht gründeten Rollstuhlfahrer die „Initiative Freie Mobilität“. Sie protestieren gegen die Regelung am Bahnhof Kirchhain.

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Quelle: Nadine Weigel

von Nadine Weigel

 

Kirchhain . Vor einigen Wochen berichtete die OP über Erich Pietron. Der 62-Jährige ist nach einem Schlaganfall auf den Rollstuhl angewiesen. Oft fuhr der Marburger mit dem Zug nach Kirchhain. Weil der Bahnhof nicht barrierefrei ist, überquerte er stets mit dem Rollstuhl die Gleise.

Bahnhof-Mitarbeiter halfen ihm dabei, indem sie ihn per Durchsage darüber informierten, ob ein Zug kommt oder nicht. Ein Fehler des Personals, wie die Bahn auf Nachfrage der OP einräumte. Eine Kette wurde angebracht, die das Überqueren der Gleise verhindern soll. „Es ist verboten, weil es zu gefährlich ist“, betonte Bahnsprecher Bernd Honerkamp damals.

Daraufhin gründete sich nun die „Initiative Freie Mobilität“, die sich gegen dieses Verbot ausspricht. „Das ist eine Art von Ignoranz, die schon an Arroganz grenzt“, sagt Naxina Wienstroer von der Initiative, die vom Marburger Verein zur Integration Behinderter (fib) unterstützt wird. Sie kritisiert, dass es als Rollstuhlfahrer nun gar nicht mehr möglich sei, in Kirchhain auszusteigen. „Der Bahnhof ist nicht barrierefrei und die einzige Möglichkeit, das Bahngelände zu verlassen, wird von der Bahn-AG unmöglich gemacht“, ärgert sich Wienstroer.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der OP.

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