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Baurecht für Einrichtung rückt näher

Heilpädagigische Gemeinschaft will Angebot erweitern Baurecht für Einrichtung rückt näher

Die HeilpädagogischeGemeinschaft kann ihr Betreuungsangebot in absehbarer Zukunft erweitern. Die baurechtlichen Weichen dazu stellte der Kirchhainer Bau- undPlanungsausschuss.

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Die Heilpädagogische Gemeinschaft will auf ihrem Areal an der Georg-Friedrich Händel-Straße ein weiteres Gebäude errichten. Der Bau- und Planungsausschuss billigte die dazu notwendige Bebauungsplanänderung. Foto: Matthias Mayer

Kirchhain. Der unter Vorsitz von Karl-Heinz Geil in Burgholz tagende Ausschuss billigte einstimmig eine Änderung des Bebauungsplans „Röthe II“. Die abschließende Zustimmung der der am Montag ab 19 Uhr im Bürgerhaus Kirchhain tagenden Stadtverordnetenversammlung gilt damit als sicher. Ohne die Bebauungsplanänderung hätte die Heilpädagogische Gemeinschaft kein Baurecht für ein weiteres Gebäude auf ihrem Areal an der Georg-Friedrich-Händel-Straße erhalten.

In dem zweigeschossigen Gebäude sollen Wohnplätze für „beatmungspflichtige“ Kinder geschaffen werden, wie es im Amtsdeutsch heißt. Diese Kinder müssen rund um die Uhr maschinell beatmet werden. Die inzwischen kompaktere Bauweise und einfachere Bedienbarkeit dieser Geräte erlaubt es der Heilpädagogischen Gemeinschaft, auch für Kinder mit dieser schweren Beeinträchtigung abseits der Klinikatmosphäre ein Zuhause zu bieten. Derzeit werden in der Kirchhainer Einrichtung 39 Kinder mit sehr unterschiedlichen Beeinträchtigungen in fünf Wohngruppen sieben Tage die Woche rund um die Uhr betreut. Für die Heilpädagogische Gemeinschaft arbeiten derzeit 102 Beschäftigte.

Sechs Anregungenvon Anwohnern

Während der Offenlage der Pläne waren von Anwohnern sechs Anregungen und Einwände eingegangen, die sich, wie Klaus Weber (SPD) zufrieden feststellte „wohltuend von dem abheben, was wir vor dem Bau der Einrichtungen an Diskussionen hatten. Die Kinder werden inzwischen in dem Wohngebiet voll akzeptiert“, sagte Weber.

Von den privaten Einwänden, die Bürgermeister Jochen Kirchner ausführlich erläuterte, rückten vier in den Fokus, von denen sich drei um das Wasser drehten. Zwei Anwohner beklagten eine Absenkung des Grundwasserspiegels als Folge der Bebauung durch die Heilpädagogische Gemeinschaft. In den Stellungsnahmen ist von Setzungsschäden an den Häusern die Rede. Ein dritter Anwohner erlebte das gegenteilige Phänomen. Sein Anwesen wurde überschwemmt. Dabei entstand dem Hauseigentümer, wie das beruflich mit dem Vorfall befasste Ausschussmitglied Konrad Neurath berichtete, ein großer wirtschaftlicher Schaden.

Wie Jochen Kirchner erklärte, soll diese beiden Probleme durch den Bau einer Rigole gelöst werden. Das Oberflächenwasser soll schon während der Bauphase in den unterirdischen Wasserspeicher geleitet werden, um dort zu versickern. So könnten Überschwemmungen und eine Absenkung des Grundwasserspiegels vermieden werden. Ein weiterer Einwand richtete sich gegen die Metalldächer der Einrichtungen, die bei Sonneneinstrahlung stark blendeten. Dieser Effekt solle durch die Verwendung von verwitternden Metallteilen minimiert werden, erklärte Kirchner.

Ebenfalls einstimmig passierte der Bebauungsplan Lerchenstraße/ An der Ohmtalbahn und der vorhabenbezogene Bebauungsplan „Zur hohen Eich“ den Ausschuss.

Am Rande der Sitzung teilte Kirchner den Stadtverordneten mit, dass der Teilverkauf des Bürgerhauses mit allen dazugehörigen Nebenverträgen unter Dach und Fach ist. Der Beurkundungs- und Unterschriftenmarathon habe stolze vier Stunden gedauert.

von Matthias Mayer

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