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Bauplätze mit eingebauter Heizung

Erweiterung Bauplätze mit eingebauter Heizung

Mit dem genossenschaftlichen Bau eines Nahwärmenetzes hat Schwabendorf seine Zukunftsfähigkeit bereits bewiesen. Jetzt bekommt der Rauschenberger Stadtteil auch noch ein stattliches Neubaugebiet.

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Auf diesem abgeernteten Weizenfeld werden in Schwabendorf 14 neue Bauplätze mit einer Größe von 810 bis 920 Quadratmetern entstehen. Foto: Matthias Mayer

Schwabendorf. In bevorzugter Ortsrandlage entstehen 14 Bauplätze. Und die ersten Bauherren müssen sich noch nicht einmal Gedanken um eine Heizung machen, denn ihre künftigen Häuser können mit preisgünstiger und umweltfreundlich erzeugter Nahwärme versorgt werden. Den dafür notwendigen Satzungsbeschluss fasste die Rauschenberger Stadtverordnetenversammlung am Montagabend im Schwabendorfer Dorfgemeinschaftshaus einstimmig. Sobald die Zustimmung des Regierungspräsidiums vorliegt, kann mit dem Verkauf der Bauplätze begonnen werden.

Wie Bürgermeister Michael Emmerich (CDU) berichtete, hat die Stadt die entscheidende Hürde auf dem Weg zum Baugebiet genommen. Da das künftige Baugebiet noch eine Vorrangfläche für Landwirtschaft sei, habe eine neue landwirtschaftliche Vorrangfläche gefunden werden müssen. Das sei nordöstlich von Schwabendorf gelungen. Das künftige Baugebiet liegt am Gartenweg und am Müllersweg und wird zudem von der Verlängerung des Höhenwegs und des Heidewegs umgeben. Zusätzlich wird auf dem Areal eine Erschließungsstraße gebaut.

Auf Anfrage von Thorsten Thamke (SPD) erklärte der Bürgermeister, dass das Neubaugebiet aktiv vermarktet und beworben werde, da es allein für den Eigenbedarf der Schwabendorfer zu groß sei. Ein Flyer sei in Vorbereitung.

„Konkurrenzlospreisgünstiges Bauland“

Rauschenberg biete Bauwilligen nicht nur im Bioenergiedorf Schwabendorf, sondern auch im Bioenergiedorf Josbach konkurrenzlos preisgünstiges Bauland an und werde sich mit diesen attraktiven Angeboten nicht länger verstecken, kündigte Michael Emmerich an.

Außerdem fasste die unter Vorsitz von Norbert Ruhl (FBL) tagende Stadtverordnetenversammlung eine Reihe von Beschlüssen.

n Das im Eigentum der VR-Bank Hessenland befindliche Gebäude und Grundstück Schönstädter Straße in Bracht wird nicht angekauft. Der Magistrat hatte den Ankauf vorgeschlagen, weil hinter dem Anwesen das Feuerwehrgerätehaus steht. Die Feuerwehr habe zwar ein Durchfahrtsrecht, aber strenggenommen gelte dies nicht für Privatleute, die zum Feuerwehrhaus führen. SPD, FBL und Grüne lehnte den Ankauf ab. Tenor: Mit 40000 Euro sei der Kaufpreis für ein kaum nutzbares und sanierungsbedürftiges Gebäude viel zu hoch. Ein Privatmann könne mit der Liegenschaft nichts anfangen. Allein die CDU-Fraktion stimmte zu. n Die Böschung der Straße Im Sand wird nach einem Erdrutsch mit einer Spundwand gesichert. Die Kosten in Höhe von 130000 Euro werden auf Anregung der Kommunalaufsicht je zur Hälfte in den Nachtragshaushalt 2013 und in den ordentlichen Haushalt 2014 eingestellt. Die Arbeiten sollen im zeitigen Frühjahr ausgeführt werden. Das Verfahren wird noch im Ausschuss Umwelt, Bau und Landwirtschaft beraten. n Für die Halter der 435 in Rauschenberg gemeldeten Hunde wird das Leben etwas teurer. Bei einer Gegenstimme beschloss das Parlament, die jährliche Hundesteuer für den erste Hund um 12 auf 72 Euro, für den zweiten Hund um 30 auf 90 Euro und für den dritten und jeden weiteren Hund und 60 auf 120 Euro. Für als gefährlich gelistete Hunde wird eine Steuer von 420 Euro erhoben. Michael Emmerich begründete die Erhöhung mit den in den vergangenen beiden Jahren in Rauschenberg deutlich angestiegenen Beschwerden im Zusammenhang mit Hundehaltung. Dabei gehe es um Hundekot, freilaufende Hunde, Ruhestörung und Beißattacken gegen andere Tiere und Menschen. Das wurde zu erheblichen Mehrbelastungen für die Verwaltung und auch für den Bauhof, der die neuen Hundetoiletten reinige, begründete der Bürgermeister die Erhöhung. Einstimmiges Ja zuden Windkraftplänen Einstimmig billigte das Parlament die Vertragsentwürfe mit der Breidenbacher Firma Krug, die den neuen Rauschenberger Windpark auf eigenes Risiko entwickeln und dort vier Windräder bauen will. Von diesem wiederum können die Stadt (über eine GmbH) und die Bürger (über eine Genossenschaft) zwei Windräder zum Selbstkostenpreis kaufen und selbst betreiben (die OP berichtete ausführlich). Stefan Seibert (Die Grünen) sprach von einem fairen Angebot, das von Stadt und Bürgern Risiken nähme. Ärgerlich sei nur, dass die Stadt durch ihren Blockadebeschluss von 2002 (die OP berichtete) nun unnötig in zeitliche Bedrängnis gerate.

von Matthias Mayer

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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