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Bauarbeiten sind auf der „Sprintstrecke“

Hallenbad-Sanierung Bauarbeiten sind auf der „Sprintstrecke“

Statt des Richtkranzes hängt, passend zur Adventszeit, ein eigens im Stadtwald geschlagener Tannenbaum am Hallenbad-Gebäude. Am Freitag wurde ein „Meilenstein“ geschafft.

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Zimmermann Claus-Peter Stork sprach den Richtspruch und trank auf dem Hallenbad-Dach den traditionellen Schnaps dazu. Foto: Michael Rinde

Quelle: Rinde

Stadtallendorf. Zimmermann Claus-Peter Stork von der Firma Dörr übernahm den eigentlichen feierlichen Akt auf dem Dach. Er stand am Freitagnachmittag über dem künftigen Eingang des Hallenbades, direkt neben dem Bäumchen. Das Richtfest ist eine wichtige Etappe auf dem Weg zur Wiedereröffnung des dann runderneuerten Hallenbades. Das betonten sowohl Bürgermeister Christian Somogyi als auch Giselher Pontow. Als Betriebsleiter der Stadtwerke ist er der eigentliche Hausherr des Bades. Eigentlich, so war es bei Baustart im Sommer 2014, hätte jetzt bereits der Probebetrieb der neuen Badtechnik laufen sollen. Es kam aber aus vielen Gründen anders, allein schon wegen der Probleme bei Abriss und Entkernung oder den zusätzlichen Betonsanierungen, um zwei Beispiele zu nennen. Somogyi erinnerte daran, dass die Arbeiten zwangsläufig zu Überraschungen führen mussten, da ein vorhandenes, inzwischen 40 Jahre altes Gebäude grundsaniert wurde.

Inzwischen ist die Metallkonstruktion für das Dach komplett, Fassadenbauer wie Dachdecker sind bei der Arbeit (diese Zeitung berichtete). Erklärtes Ziel ist es, die Fassade so schnell wie möglich regendicht zu bekommen. Somogyi erinnerte gestern an die Grundidee hinter der Badsanierung. Mit einem attraktiven Bad soll die Stadtmitte auch neue Impulse bekommen. Bei der Gelegenheit erinnerte Somogyi auch an den zweiten Hoffnungsträger. Wenige Meter Luftlinie entfernt entsteht der neue Edeka-Markt. Bisher hätte es keine Konflikte durch die beiden parallelen Großbaustellen gegeben. Das führt die Stadtverwaltung auf die engen Absprachen mit dem Handelsunternehmen zurück.

Betriebsleiter Pontow würdigte das „mutige, deutliche und positive Zeichen“, das die städtischen Gremien mit der Entscheidung für die Sanierung und Modernisierung des Bades gegeben hätten.

Bis 22. Dezember wird auf der Baustelle weitergearbeitet, Anfang Januar endet die Weihnachtspause. Dann, so ein Vertreter des Architektenbüros Bremer und Bremer, geht es an den weiteren Innenausbau, um das Verlegen des Estrichs, den Innenputz, dann auch um die umfangreichen Fliesenarbeiten. Ab dem Frühjahr sollen die Außenarbeiten dann fortgesetzt werden.

Rund drei Millionen Euro hat die Stadt inzwischen verbaut, der Löwenanteil der Baukosten steht also noch aus. Am Ende, so formulierte es Bürgermeister Somogyi bei der Feier im künftigen Foyer des Bades, „werden wir die neun Millionen Euro voraussichtlich leicht überschreiten“.

Probebetrieb ab dem zweiten Halbjahr

Auf einen Eröffnungstermin wollte sich weiterhin keiner genau festlegen lassen. Somogyi sprach seinerseits davon, dass der Probebetrieb im zweiten Halbjahr nächsten Jahres beginnen werde. Im Gespräch mit der OP war zuletzt vom Spätsommer als Ziel die Rede. „Wir gehen jetzt auf die Sprintstrecke“, formulierte es Pontow etwas sportlich.

Das Bad ist wie in der Vergangenheit als Familien-, Sport- und Schulbad konzipiert. Ein Whirlpool, platziert an der „Glasecke“ der Fassade in Richtung Gemeinschaftszentrum, soll die Attraktivität erhöhen. Hinzu kommt auch noch eine Dampfsauna.

Im Kellergeschoss hat der Innenausbau bereits begonnen. Dort stehen bereits Schwallwassertanks, sind Rohrleitungen verlegt worden. Damit das bei dieser Witterung überhaupt möglich ist, werden die Räume mit mobilen Anlagen beheizt.

von Michael Rinde

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