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Bauarbeiten brauchen mehr Zeit

Begegnungs-Zentrum Bauarbeiten brauchen mehr Zeit

Viele Helfer ziehen in der früheren Herrenwald-kirche derzeit an einem Strang, um die Räume zu renovieren und für ihren neuen Nutzungszweck vorzubereiten.

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Christoph und Helene Wolff verputzen eine Wand im künftigen Cafe-Raum. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. „Es gibt mehr zu tun als wir erwartet hatten“, bekennt Tobias Czarski gleich zu Beginn des Besuchs in der früheren Herrenwaldkirche. Deshalb lässt sich der angepeilte Eröffnungstermin für das neue Begegnungszentrum des Vereins „Jumpers“ auch nicht einhalten. Beim Besuch der prominenten Theologin Margot Käßmann hatte Vereinsvorsitzender Thorsten Riewesell optimistisch noch den 1. September als Starttermin genannt. Czarski, der das Projekt in Stadtallendorf leitet, rechnet nun mit einer Eröffnung gegen Ende des Jahres. „Jumpers“ hat die Kirche samt Gemeindezentrum und Pfarrhaus von der evangelischen Kirchengemeinde Stadtallendorf gemietet.

Doch die ersten neuen Nutzer sind bereits vor Ort. Die Sprachkurse für Migranten laufen bereits im früheren Gemeindezentrum. Ab September zieht das Jugendbüro des Kirchenkreises Kirchhain ebenfalls ein.

„Jumpers“ selbst plant im großen Raum der früheren Kirche einen „Indoor“-Spielplatz für Kleinkinder und ein besonderes Angebot für Jugendliche, die Möglichkeit, wenn auch auf kleinem Raum zu skaten. Eine „Mini-Ramp“ für Skater ist schon geliefert, die übrigen Spielgeräte werde derzeit ausgesucht und beschafft.

Im Nebenraum haben Tobias Czarski und seine Helfer derzeit noch viel Arbeit. „Wir arbeiten nach dem Prinzip, dass wir Bestehendes so weit wie möglich weiternutzen wollen“, erläutert der Projektleiter. Deshalb haben die Ehrenamtlichen auch die Holzdecke nicht herausgerissen, sondern sie lediglich mit großem Aufwand abgeschliffen. Überraschend kamen hingegen einige Zusatzarbeiten, etwa an der Elektrik. Ist der Raum in einigen Wochen fertig, so entsteht dort ein kleines Begegnungs-Cafe. Daran grenzen dann in nicht allzu ferner Zukunft ein Jugendraum und eine Kinderbibliothek an.

An Helfern mangelt es Czarski nicht. Er bekommt sogar von Marburger Studenten Unterstützung. Dennoch bleibt „Jumpers“ bei seinem ehrgeizigen Projekt auf Spenden angewiesen. Dabei geht es nicht nur um Geld. „Wir können auch Unterstützung von Firmen brauchen oder Material und Werkzeuge“, nennt Czarski Beispiele. Einige Unterstützer gibt es bereits schon.

Das künftige Begegnungszentrum richtet sich vor allem an die Bewohner der direkten Umgebung der früheren evangelischen Kirche. „Jumpers“ baut dabei auf ein Projekt auf, dass der Verein gemeinsam mit der Wohnungsbau-Gesellschaft GWH im Eichenhain gestartet hatte - und das erfolgreich weiterläuft. Seit einem Jahr wohnt Tobias Czarski deshalb bereits in Stadtallendorf, hat erste Kontakte geknüpft und ein Gespür dafür entwickelt, welche Angebote die Menschen in der Umgebung weiterbringen könnten. Dem Verein „Jumpers“ und Tobias Czarski ist bewusst, dass sie sich bei dem, was sie planen, an Wünschen orientieren müssen. „Wir wollen nichts überstülpen“, betont Czarski. Bei dieser Gelegenheit unterstreicht er im Gespräch mit der OP noch einmal, dass sich der Verein mit seinen Plänen nicht als Konkurrenz zu anderen Angeboten sieht. „Wir wollen eine Ergänzung sein und gerne zusammenarbeiten“, sagt Czarski. Eines macht dem Verein derzeit besonders Mut: Viele Anwohner aus der Umgebung nutzen die häufig offenen Türen, schauen vorbei, informieren sich. Deshalb ist es Czarski auch gar nicht bange um die Zukunft des Projektes: „Es freuen sich viele darauf, dass hier was passieren soll.“ Czarski will das Projekt aber nicht nur auf die ehemaligen Kirchenräume beschränkt wissen

Auf keinen Fall will „Jumpers“ die früheren Kirchenbesucher außen vor lassen. Ab November könnte es zumindest einmal im Monat wieder einen Gottesdienst in der ehemaligen Herrenwaldkirche geben, wenn auch in anderem Rahmen als in der Vergangenheit.

Wer den Verein „Jumpers“ und die Begegnungsstätte unterstützen möchte, kann sich an Tobias Czarski wenden. Er ist derzeit am besten per E-Mail unter der Adresse tobias.czarski@jumpers-netz.de erreichbar.

von Michael Rinde

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