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Barmherzigkeit bewusst entdecken

Programm der magdalenenoktav Barmherzigkeit bewusst entdecken

Von heute Abend an öffnet die Lindaukapelle in Amöneburg für acht ­Tage während der Magdalenenoktav eine „Heilige Pforte“ für Gläubige.

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Die „Heilige Pforte“ an der Lindaukapelle ist bereits eingerichtet und erwartet die Gläubigen für das Ritual des Durchschreitens.Foto: Peter Gassner

Amöneburg. Das Durchschreiten dieses speziellen Kircheneingangs, der nur für die Zeit der Magdalenenoktav von heute bis zum 29. Juli geöffnet ist, soll einen besonderen spirituellen Moment ermöglichen. Im „Heiligen Jahr“ der katholischen Kirche, das Papst Franziskus für den Zeitraum vom 8. Dezember 2015 bis 20. November ausgerufen hat, ist das Durchschreiten solcher „Heiliger Pforten“ mit einem Bewusstseinserlebnis verbunden, das den Weg zur Barmherzigkeit zeigt. Das Heilige Jahr steht diesmal im Zeichen der Barmherzigkeit.

Heilige Pforten sind im Katholizismus normalerweise vor allem in Rom - am Petersdom und drei weiteren Kapellen - vorzufinden. Es handelt sich dabei um Eingangstüren der Gotteshäuser, die normalerweise immer verschlossen sind und eigens aus Anlass eines Heiligen Jahres geöffnet werden. „Durch diese Pforte einzutreten bedeutet, die Tiefe der Barmherzigkeit des Vaters zu entdecken, der alle aufnimmt und jedem persönlich entgegengeht“, hatte Franziskus zur Eröffnung des Heiligen Jahres gesagt.

Erstmals in der Geschichte des Heiligen Jahres hat der Papst diesmal aber explizit auch weltweit die Einrichtung von Heiligen Pforten ermöglicht. Mit Hilfe des Fuldaer Bischofs hat der Pastoralverband St. Bonifatius eine solche Erlaubnis für die Lindaukapelle erhalten, zur Freude von Pfarrer Marcus Vogler. „Wir sehen das als Herausforderung, dass das Heilige Jahr und die Barmherzigkeit auch hier bei uns zum Ausdruck kommen.“

Aus diesem Grund wurde die „Heilige Pforte“ an der Lindaukapelle - die Eingangstür zum Chorraum - im Vorfeld der Magdalenenoktav festlich dekoriert. Über dem Portal ist ein Schild mit der Aufschrift „Porta sancta“ (Latein für: Heilige Pforte) befestigt. An den Seiten des Eingangs werden die Gläubigen von zwei Bannern an das übergeordnete Thema der Barmherzigkeit erinnert. Zudem ist draußen vor dem Eingang ein Altar für Gebete aufgestellt.

Vor dem Durchschreiten der Pforte wird draußen zunächst in Gruppen ein Gebet gesprochen. Anschließend geht es einzeln und schweigend durch die Tür. Im Innenraum erfolgt ein weiteres Gebet, gefolgt von der Bekreuzigung mit Weihwasser. Nach einem erneuten Gebet mit Segnung sprechen die Gläubigen den Wunsch aus, gestärkt in den Alltag zurückzugehen. Zuletzt wird die Pforte auf dem Rückweg erneut durchschritten.

Während der Magdalenenoktav wird das Durchschreiten der Pforte an jedem Abend ab 18 Uhr möglich sein, auch die Heilige Kommunion wird jeweils angeboten. Außerhalb der Kapelle bietet ein separates Zelt die Gelegenheit zu Beichte und seelsorglichen Gesprächen. Die Messfeier beginnt täglich ab 19.30 Uhr. Um die 350 Menschen werden an jedem Abend der Oktav an der Kapelle erwartet. Im vergangenen Jahr waren insgesamt allein rund 2500 Kommunionen ausgegeben worden. Die Magdalenenoktav lockt bereits seit 2004 jedes Jahr viele Gläubige nach Amöneburg. „Vielen verleiht die Oktav jedes Mal eine Menge Kraft für den Alltag“, sagt Vogler. Beginn ist traditionell am 22. Juli - dem Gedenktag der heiligen Maria Magdalena, die Patronin der Lindaukapelle ist.

In diesem Jahr stehen erneut einige geistige Instanzen auf dem achttägigen Programm der Messfeiern. Eröffnet wird die Heilige Pforte heute Abend durch Weihbischof Professor Karlheinz Diez aus Fulda. Generalvikar Gerhard Stanke aus Fulda schließt die Pforte dann am Freitag, 29. Juli.

von Peter Gassner

Programm:

Freitag, 22. Juli: Weihbischof Karlheinz Diez.

Samstag, 23. Juli: Pfarrer Markus Steinert: „Seelsorge hinter Gittern“.

Sonntag, 24. Juli: Bruder Paukus Terwitte: „Obdachlos heute“.

Montag, 25. Juli: Pfarrer Andreas Rhiel; Ansprache: Schwester Dominika Krönung: „Familienseelsorge heute“.

Dienstag, 26. Juli: Klinikpfarrer Peter Macht: „Das Gebet“.

Mittwoch, 27. Juli: Pfarrer Bernhard Klatt: „Senior sein“.

Donnerstag, 28. Juli: Hochschulpfarrer Martin Stanke: „Wie geht barmherzig?“

Freitag, 29. Juli: Generalvikar Gerhard Stanke: „In Trauer begleiten“.

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