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Banküberfall auf der Großbaustelle

Blaulicht Banküberfall auf der Großbaustelle

Ausnahmezustand heute in und um Mardorf: Auf die Filiale der Sparkasse Marburg-Biedenkopf wurde ein Raubüberfall verübt.

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Hier geht‘s nicht weiter: Die direkt an der Nahwärmenetz-Baustelle gelegene Mardorfer Sparkassen-Filiale wurde heute Ziel eines Raubüberfalls.

Quelle: Matthias Mayer

Mardorf. In einem größerem Umkreis um den größten Amöneburger Stadtteil stehen Einsatzfahrzeuge der Polizei mit eingeschalteten Blaulicht, über dem Ort kreist ein Polizeihubschrauber. Am Tatort sichern Spezialisten mögliche Spuren.

Für die Augen eines Laien wirkt die Sparkasse als Ziel eines Raubüberfalls denkbar schlecht gewählt. Die inmitten eines denkmalgeschützten Ensembles an der Kirche stehende Sparkasse ist als solche kaum zu erkennen. Es gibt keine auffällige Werbung, keine Schaufenster. Ein für Ortsunkundige kaum durchschaubares Gewirr von Gassen und kleinen Straßen führt von hier aus dem Ort hinaus. Manche davon münden in einer Sackgasse.

Hinzu kommt, dass der ganze Ortskern wegen des Nahwärmenetz-Baus eine einzige Großbaustelle ist. Viele Straßen sind ganz oder teilweise gesperrt. So am Tattag auch die Zufahrt zur Sparkasse. 50 Meter neben der Sparkasse wird gebaggert. Und die Situation ändert sich täglich. Für einen Bankräuber mit Fluchtauto muss diese Situation ein Albtraum sein.

So mutmaßt gestern eine Anwohnerin gegenüber der OP. dass der Täter wohl „zu Fuß durch den Ort ins Feld“ geflüchtet ist. Ihr Begleiter kann sich vorstellen, dass der Täter die Bausituation an der Sparkasse mit all dem Lärm bewusst gesucht hat, um vom Tatgeschehen abzulenken.

Marburgs Polizeisprecher Martin Ahlich hat die wichtigsten Fakten zu dem Fall zusammengetragen:

  • Um 9.30 Uhr betritt der mit einem blauen Tuch maskierte Täter die Filiale, in der sich zu diesem Zeitpunkt keine Kunden aufhalten. Er bedroht die Angestellten mit einer nicht näher bezeichneten Schusswaffe und erbeutet mehrere tausend Euro, die er in einer Plastiktüte verstaut. Bei dem Überfall wird niemand verletzt.
  • Der Täter flieht in eine unbekannte Richtung. Die sofort eingeleitete Ringfahndung und der Hubschraubereinsatz bringen zunächst keinen Erfolg. Ab 12 Uhr werden die Polizeistreifen von ihren Positionen abgezogen, die Fahndung geht mit Hochdruck weiter.
  • Die Täterbeschreibung: 1,70 Meter groß und untersetzt, 20 bis 25 Jahre alt. Bekleidet war der mit einem leichten Akzent deutsch sprechende Täter mit einer schwarz-rote Baseballkappe und eine blaue Windjacke oder einen blauen Parka.

Wie Martin Ahlich gegenüber der OP erklärte, sind die wichtigsten Merkmale des Täters seine Größe und seine untersetzte Figur. Das Alter eines Maskierten sei kaum zu schätzen, der Mann könne leicht auch 45 Jahre alt sein.Auch die Kleidung des Täters sei nur bedingt hilfreich, da diese nach Überfällen häufig gewechselt würde. Wer die beschriebenen Bekleidungsstücke findet, wird gebeten, diese nicht zu berühren sondern sofort die Polizei zu informieren. Angaben zum Tatgeschehen und zu der beschriebenen Person erbittet die Polizei unter der Telefonnummer 06421/ 406-0.

von Matthias Mayer

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