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Bahnhofsuhr krönt Empfangsgebäude

Sorgenkind Bahnhofsuhr krönt Empfangsgebäude

Ein Bahnhof ohne Bahnhofsuhr ist wie ein Fußball-Schiedsrichter ohne Pfeife - schwer vorstellbar. Und dennoch müssen die Kirchhainer seit Jahren mit diesem Zustandleben.

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Das rote Tuch fällt am Samstag. Ab 12 Uhr wird am Kirchhainer Bahnhofsgebäude wieder stilecht die Zeit angezeigt. Foto: Matthias Mayer

Kirchhain. Noch. Denn am Samstag, 12. Dezember, ist die Bahnhofsuhren-Vakanz Geschichte. Um 12 Uhr wird die neue Bahnhofsuhr mit einem kleinen Fest eingeweiht, wie Bürgermeister Jochen Kirchner gegenüber dieser Zeitung berichtete.

Ermöglicht hat dies der Arzt Dr. Dr. Georg Lalyko, der im Obergeschoss des Bahnhofsgebäudes eine Praxis für Mund-, Kiefer- und Gesichts-Chirurgie betreibt. Wie der Bürgermeister berichtete, hat der Arzt bei einem Fest in der Praxis um Spenden für eine neue Bahnhofsuhr gebeten und schließlich den fehlenden Restbetrag selbst übernommen.

Die vor Jahren demontierte schnöde DB-Normuhr wird durch einen Zeitmesser ersetzt, der mit seinem historischen Zifferblatt zum Stil des prächtigen Backsteingebäudes passt. Und sie bekommt den repräsentativsten Standort, den der Bahnhof zu bieten hat: In der Rosette im Giebel des Empfangsgebäudes.

Diese ist schon seit Wochen mit einem roten Tuch verhängt - ein Indiz dafür, dass sich in dort in luftiger Höhe etwas getan hat.

Das Tuch soll also am Samstag fallen, und diesen Job erledigt wegen der exponierten Lage die Kirchhainer Feuerwehr, die zu diesem Zweck mit der Drehleiter anrücken wird. Zudem spielt das Orchester der freiwilligen Feuerwehr auf. Es gibt Bratwurst vom Grill sowie heiße und kalte Getränke, so dass das Ereignis den Charakter eines kleinen Volksfestes bekommt.

Die Kirchhainer Kindertagesstätte Im Brand nutzt die Gelegenheit, die für den ausgefallenen Weihnachtsmarkt gedachten Bastelarbeiten der Kinder an die Frau und an den Mann zu bringen.

Außerdem besteht die Möglichkeit, an Ort und Stelle die Sammeltassen zum Kirchhainer Weihnachtsmarkt zu erwerben. Das Motiv 2016 ist besonders schön. Der Münchner Künstler Heiko Börner hat den mit seinen Groß-Skulpturen „Kirchhainer Wegzeichen“ eingerahmten Stadteingang Am Amöneburger Tor gemalt. Von ihm stammt auch die Holzskulptur, die vor dem Bahnhofsgebäude steht.

Während das Gebäude außen fertig ist, bleiben die beiden Ladenlokale im Erdgeschoss in der schier endlosen Warteschleife. In den vergangenen Wochen hat sich dort so gut wie nichts getan. Nur die Fußboden-Leisten im künftigen Bahnhofskiosk wurden angebracht.

Dessen Betreiberin Karin Hausmann residiert seit zwei Jahren in einem Mini-Container. Eigentlich hätte sie schon Mitte 2014 umziehen sollen. Dann wurde der Termin 1. Quartal 2015 genannt. Ein kurzfristig anberaumter Umzugstermin im November platzte ebenfalls. Ende offen.

von Matthias Mayer

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