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Bahnhof und Niederwald stehen im Zentrum

Pläne Bahnhof und Niederwald stehen im Zentrum

19 Tagesordnungspunkte haben die Kirchhainer Stadtverordneten am Montag, 26. September, unter Vorsitz von Stadtverordnetenvorsteher Klaus Weber ab 19 Uhr im Bürgerhaus abzuarbeiten.

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Geht es nach dem Land Hessen, muss die Erschließung des Bahnsteigs über einen Steg von der Bahn gründlicher geprüft werden.

Quelle: Matthias Mayer

Kirchhain. Weil nicht alle Sitzungsunterlagen den Stadtverordneten pünktlich zugestellt worden waren, verlegte der Ältestenrat die Sitzung um eine Woche, um rechtlichen Kalamitäten aus dem Weg zu gehen.

Ein gewichtiges Thema wird der Sachstandsbericht des Bürgermeisters zum barrierefreien Ausbau des Kirchhainer Bahnhofs sein. Dazu gibt es neue Erkenntnisse, denn inzwischen hat es ein nicht öffentliches weiteres Gespräch zwischen der Stadt, der Deutschen Bahn und dem Rhein-Main-Verkehrsverbund gegeben. Und in dieses Gespräch dürften die Repräsentanten der Stadt mit breiter Brust gegangen sein.

Kostengünstigere Variante nicht ausreichend geprüft

Denn zuvor hatte es zu dem Bauvorhaben im Wiesbadener Ministerium für Wirtschaft und Verkehr ein Gespräch über das Projekt gegeben. Bei dieser Gelegenheit hatte der zuständige Referent beklagt, dass die Bahn die vom Stadtbauamt vorgeschlagene kostengünstigere Variante der barrierefreien Erschließung des Inselbahnsteigs an den Gleisen eins und zwei nicht ausreichend geprüft hat.

Die Ideenskizze des Stadtbauamtes sieht den Bau eines von der Ziegelgartenstraße aus barrierefrei erreichbaren Steges zu dem Inselbahnsteig vor, der dann über einen Aufzug barrierefrei erreichbar ist. Der Gedanke, der hinter diesen Überlegungen steckt: Reisende, die nicht auf Barrierefreiheit angewiesen sind, benutzen weiter das Empfangsgebäude und die Unterführung. Wer einen barrierefreien Zugang braucht, benutzt den Steg. Die Bahn hatte diese teilweise Entkoppelung des Bahnsteigs vom Empfangsgebäude abgelehnt.

In einem weiteren Punkt nahm die Stadt Kirchhain Rückenwind mit. Das Ministerium fordert die Vorlage einer Wirtschaftlichkeitsprüfung durch die Bahn. Wie diese Zeitung berichtete, hatten Stadtverordnete zum Teil abnorm nach oben abweichende Kostenansätze der Bahn kritisiert, ohne auf ihre konkreten Fragen antworten zu bekommen.

Weitere Tagesordnungspunkte sind:

  • Erweiterung des Kiesabbaus in Niederwald. Hier geht es am Montag um die Zustimmung zum Entwurf eines Städtebaulichen Vertrags zwischen der Stadt und dem Betreiber des Kieswerks, der eine weitere landwirtschaftliche Fläche auskiesen möchte. Bei dem Städtebaulichen Vertrag geht es im Wesentlichen um die Regelung zur Wiederbefüllung des Wasserlochs.
  • Wahl eines Vertreters für die ZMW-Verbandsversammlung: Zur Wahl steht der Stadtverordnete und Kirchhainer Ortsvorsteher Professor Rainer Waldhardt (SPD).
  • Bauleitplanung: Gleich neun Tagesordnungspunkte befassen sich mit Themen der Bauleitplanung. Aus diesen stechen zwei heraus. Der Unfallschwerpunkt Zufahrt Gewerbegebiet Ost von der Alsfelder Straße aus soll durch den Bau eines Kreisverkehrsplatzes entschärft werden. Zudem soll dort mit den Instrumentarien der Bauleitplanung Platz für den Bau einer Tankstelle geschaffen werden. Und auf der Röthe soll ein vorhabenbezogener Bebauungsplan die Voraussetzungen für den Bau eines Seniorenzentrums schaffen.
  • 1. Nachtrag für die Stellplatz- und Ablösesatzung. Der Abschluss der Kirchhainer Altstadt-Sanierung und neue gesetzliche Bestimmungen machen die Satzungsänderung erforderlich. n Ausbau der Breitbandversorgung. Die Stadt soll sich als Gesellschafter der Breitband GmbH mit 75000 Euro an einem Erweiterungsprojekt für flächendeckend schnelles Internet beteiligen.
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