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Bahn prüft Intercity-Wünsche

Stadtallendorf Bahn prüft Intercity-Wünsche

Ende Februar erhielt der Bahnvorstand Post von einem breiten Bündnis für eine bessere Intercity-Anbindung Stadtallendorfs. Erstmals hat sich die Bahn zum Anliegen geäußert, wenn auch vage.

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Zum Hessentag 2010 wurde der Stadtallendorfer Bahnhof grundlegend saniert und barrierefrei gestaltet. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Stadtallendorf. Einmal am Tag, in den frühen Morgenstunden, hält ein Intercity der Linie 26 in Stadtallendorf. Nach zwei Monaten Betrieb sei es jedoch noch zu früh für Angaben über die Nutzung, erklärt die Pressestelle der Bahn AG auf eine Anfrage der OP hin.

In Stadtallendorf gehen die Wünsche und Bedürfnisse ­allerdings viel weiter nach diesem ersten Intercity-Halt, der vor allem für Pendler Richtung Frankfurt attraktiv ist. Ein breites Bündnis hatte zuletzt an den Bahnvorstand, vorneweg an den Vorstandsvorsitzenden Dr. Rüdiger Grube, geschrieben und mit einer breiten Palette an Argumenten für einen Intercity-Systemhalt in der zweitgrößten Stadt des Kreises geworben ­(diese Zeitung berichtete ausführlich). Zu diesem Bündnis zählen Stadt, Landkreis, die großen Industrieunternehmen Ferrero, Winter und HOPPE wie auch die Führung der Division Schnelle Kräfte. Ein Antwortschreiben ist bisher noch nicht bei den Beteiligten eingegangen, wie beispielsweise die Pressestelle des Landkreises und Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi auf Nachfrage erklärten. Seinerzeit wollte sich die Bahn erst äußern, wenn der Brief dem Unternehmen vorliegt. Das ist inzwischen der Fall, die OP hakte in Frankfurt nach. Bei der Bahn gebe es Verständnis für das Anliegen, heißt es in der Antwort der Bahnpressestelle an diese Zeitung. Und das Ansinnen aus Stadtallendorf wie von der Kreisspitze scheint auch keineswegs aussichtslos zu sein. „Der DB-Fernverkehr prüft die Chancen einer möglichen Ausweitung der IC-Bedienung Stadtallendorfs“, erklärt eine Unternehmenssprecherin. Allerdings will sich in Frankfurt noch niemand festlegen lassen, wie lange diese Prüfung dauert und wie die Chancen stehen, dass Stadtallendorf mehr als eine einmal am Tag erfolgende IC-Anbindung erhält.

Sobald es belastbare Ergebnisse gebe, werde sie die Bahn kommunizieren, heißt es für den Moment. Zuletzt hatte die Bahn im vergangenen Herbst angedeutet, dass es eventuell zumindest einen Intercity-Halt aus Richtung Frankfurt in Zukunft geben könnte - wann, das blieb offen. Politisch kann das Bündnis für den Intercity-Halt Stadtallendorf von je her auf die beiden heimischen Bundestagsabgeordneten Dr. Stefan Heck (CDU) und Sören Bartol (SPD) bauen.

Abgeordneter unterstützt

Sie waren auch über das gemeinsame Schreiben an den Bahnvorstand informiert und hatten die Initiative begrüßt. Heck hatte unabhängig davon den Kontakt zu Roland Pofalla, früher Kanzleramtsminister, inzwischen Mitglied im Bahnvorstand, genutzt. Pofalla ist Vorstand für Wirtschaft, Recht und Regulierung. „Ich erwarte innerhalb der nächsten Wochen ein Feedback von ihm“, erklärte Heck gestern gegenüber der OP. Der Abgeordnete verweist auf die bekannten Notwendigkeiten für eine Fernzug-Anbindung Stadtallendorfs, etwa, die dort vorhandene Infrastruktur und die Tatsache, dass dort eine von mittlerweile noch drei Heeresdivisionen ihren Sitz hat. „Ich sehe in der von der Bahn begonnenen gesamten Neuausrichtung des Intercity-Netzes eine gute Gelegenheit dazu, Stadtallendorf aufzuwerten“, sagt Heck.

von Michael Rinde

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