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Bär und Tiger ziehen 140 Kinder in ihren Bann

Figurentheater Bär und Tiger ziehen 140 Kinder in ihren Bann

Janoschs Geschichte von Tiger und Bär ist ein Klassiker der Kinderbuchliteratur. Als Figurentheater ist sie fast noch schöner: Denn die Inszenierung des Figurentheaters Künster steckte voller Überraschungen.

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Die 140 Kinder aus Amöneburg, Roßdorf, Mardorf und Hachborn waren begeistert von Manfred Künsters Aufführung.Fotos: Karin Waldhüter

Amöneburg. Zur Begegnung mit Igel und Hase kommt es ungefähr nach der Hälfte der Reise, die Tiger und Bär auf der Suche nach Panama unternehmen. Angelockt vom Bananenduft aus einer rätselhaften Kiste sind sie unterwegs ins Land ihrer Träume. Im Kinderbuch-Klassiker „Oh wie schön ist Panama“ von Janosch aus dem Jahr 1978 ist die Begegnung mit Hase und Igel nur eine kurze Episode. Figurentheaterkünstler Manfred Künster schmückte sie jedoch so aus, dass Hase und Igel und überhaupt alle Figuren, denen der Tiger und der Bär begegnen, ein charakterstarkes Eigenleben entwickeln und dem Zuschauer ans Herz wachsen. Ein Beispiel ist die kleine putzwütige Maus, der Manfred Künster sehr sympathische Züge schenkt.

Doch Künster hauchte nicht nur den Puppen Leben ein: Er schaffte es auch, dass während der Vorstellung nicht nur alle 140 Kindergartenkinder aus Amöneburg, Roßdorf, Mardorf und Hachborn intensiv am Geschehen teilnahmen, sondern auch die begleitenden Erzieherinnen ihre Freude hatten. Überhaupt lebte das Figurentheater von Überraschungen. Als die Kinder auf dem Boden Platz genommen hatten, drehte sich vor ihnen das Bühnenschiff von Szene zu Szene, und die Kinder erklommen mit Tiger und Bär hohe Berge - und lernten dabei auch ganz viel über Freundschaft.

Künster schaffte es, den ursprünglichen Zauber der Geschichte zu erhalten und auch die Botschaft zu übermitteln: seinen Träumen zu folgen, das Unterwegssein und das An­kommen bei sich selbst. Und den Kindern gefiel es auch: Ihr einstimmiges und lautstarkes „Ja“ ließ keinen Moment des Zweifelns daran aufkommen.

Aufgrund der unbeständigen Witterung hatten sich die Verantwortlichen der Stadt Amöne­burg am frühen Morgen dazu entschlossen, die Aufführung nicht, wie geplant, in der Burgruine stattfinden zu lassen, sondern in das Rabanushaus der Stiftsschule zu verlegen. Sie war eingebettet in den Jungen Mittelhessischen Kultursommer.

von Karin Waldhüter

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