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Awo will Selbstständigkeit bewahren

Gebäudeeinweihung Awo will Selbstständigkeit bewahren

Zwei Monate früher als geplant hat die Herrenwald Wohnbau das neue Wohngebäude in der Niederkleiner Straße 37 an ihren Mieter, die Awo Nordhessen übergeben.

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Das Hessentagspaar, Mona-Lorena Monzien (links) und Fabian Gies (rechts), umrahmte Bürgermeister Christian Somogyi (von links), Awo-Nordhessen-Geschäftsführer Michael Schmitt und
Konrad Busch von der Herrenwald.

Quelle: Michael Rinde

Langendorf. 4 von 29 Wohnungen des Neubaues sind noch zu haben. Allen ist eines gemeinsam: Sie sind seniorengerecht ausgestattet. Zum 1. August übergab die Siedlungsgenossenschaft Herrenwald als Bauherr und Eigentümer das Gebäude an die Awo Nordhessen. Sie hat die Vermietung und Verwaltung übernommen.

Am Freitag feierten die Partner Herrenwald und Awo mit rund 100 Gästen die Einweihung, aus Platzgründen in der Freizeithalle des Südstadt-Kiosks. Vorher hatten allerdings die Pfarrer Diethelm Vogel für die katholische und Thomas Peters für die evangelische Kirche den Neubau gesegnet.

Awo-Nordhessen-Geschäftsführer Michael Schmitt fasste sich kurz, nannte die zentralen Gründe für den Einstieg der Arbeiterwohlfahrt in das Projekt vor mehr als zwei Jahren. Und er nannte den Anspruch, den die Awo dabei hat: „Wir stärken hier die Selbstständigkeit älterer Menschen.

Mieter können zwei Monate früher einziehen

Uns ist Teilhabe wichtig“, sagte Schmitt. Bewohner des Hauses haben die Möglichkeit, Serviceangebote der Awo zu nutzen. Wobei das eine Möglichkeit darstellt, keine Verpflichtung, wie Schmitt am Freitag betonte.

Konrad Busch von der Herrenwald sprach die schnelle Bauzeit an. Zwei Monate früher als beabsichtigt konnten Mieter einziehen. „Das war eine Spitzenleistung“, betonte er und lobte damit vor allem die beteiligten Firmen und Planer.

Busch scheute sich aber auch nicht, am Rande des positiven Anlasses auch kritische Anmerkungen zu machen - und zwar in Richtung der Politik in Stadt und Kreis. Zunächst forderte er die Stadtallendorfer Kommunalpolitiker indirekt auf, ihre Entscheidung über die Zukunft des Teichs Iglauer Weg noch einmal zu überdenken. „Bitte, bitte, haben Sie den Mut, Kraft und Stil, die richtige Entscheidung zu treffen“, sagte Busch.

Er ging dann auch auf die Überlegungen auf Kreisebene ein, über eine neue kreiseigene Wohnungsbaugesellschaft 8000 Wohnungen zu schaffen. Wie bekannt, sind Landkreis und Stadt an der Siedlungsgenossenschaft Herrenwald auch beteiligt. Er rechnete vor, dass es wohl 80 Jahre dauern dürfte, bis das Ziel von 8000 Wohnungen erreicht sei. Das entspräche dem Bau von 100 Wohnungen jährlich. „Ich bezweifle das angesichts der finanziellen Ausstattung des Kreises“, kommentierte Busch.

Seniorenbeirat erinnert an weiteren Bedarf

Zwischen Stadt und Siedlungsgenossenschaft gebe es seit zwei Jahren Gespräche, etwa über die Modernisierung von 250 Wohnungen. Anfang nächsten Jahres baut die Herrenwald in der Gießener Straße ein weiteres Wohnhaus mit elf Wohnungen, zwei davon behindertengerecht.

„Wir von der Herrenwald werden zur Stelle sein, wenn wir gebraucht werden“, so Busch. Bürgermeister Christian Somogyi zerstreute in Sachen Teichanlage Hoffnungen. Die Entscheidung sei im Stadtparlament gefallen.

Es entsteht nunmehr eine Parkanlage mit Rasenmulde, der Teich wird verschwinden (die OP berichtete). Zugleich lobt er die neue Wohnanlage Herrenwald. „Wir haben bei diesem Vorhaben versucht zu helfen“, sagte Somogyi.

Den Anfang nahm das nun fertige Projekt durch eine Initiative des Seniorenbeirats im September 2014. Vorsitzender Reinhard Kauk erinnerte am Freitag daran, dass die Stadt Stadtallendorf weiteren und vor allem preiswerten Wohnraum brauche - nicht nur für ältere Menschen. Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Andreas Bartsch hob die regionale und soziale Verantwortung seines Kreditinstitutes hervor. „Für Projekte wie dieses geben wir gerne Geld“, sagte Bartsch.

von Michael Rinde

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