Der Saal in Gaststätte „Bärenschießen“ war am Dienstagabend voll besetzt.
Stadtallendorf. Die Gaststätte „Zum Bärenschießen“ platzte am Dienstagabend fast aus den Nähten, so groß war das Interesse am Thema A 49. Die 75 Besucher der Veranstaltung waren zumeist Gegner des Baus der A 49, aber zumindest des abschnittsweisen Weiterbaus. Der Weiterbau der Autobahn in Raten soll zunächst in Treysa, im zweiten Abschnitt dann bei Stadtallendorf enden. Der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft „Schutz des Ohmtals“ Reinhard Forst beschäftigt sich schon drei Jahrzehnte mit dem Bau der A 49. Bei der jetzigen Veranstaltung stellte er das Abweichungsverfahren beim FFH-Gebiet Herrenwald, die fehlende Luftmessstation in Stadtallendorf und den abschnittsweisen Weiterbau der A 49 zur Aussprache.
Der Weiterbau der A 49 beherrschte die Diskussion bei der rund einstündigen Aussprache. Michael Götz von der Aktionsgemeinschaft Schutz des Ohmtals übernahm die Moderation und ließ zunächst die eingeladenen Vertreter der Parteien zu Wort kommen. Werner Hesse von der SPD, der im Stadtallendorfer Stadtparlament und im Kreistag einen Sitz hat verdeutlichte: „Ein abschnittsweiser Bau der Autobahn kann nicht zugelassen werden.“ Angela Dorn, Landtagsabgeordnete der Grüne, betonte, dass ihr bekannt sei, dass es noch keine Finanzierungszusage des Bundes gebe. Nach ihrer Meinung könne man auf Bundesebene noch auf den Bau einwirken. Inge Stum von der Partei „Die Linke“ bekräftigte die generelle Ablehnung ihrer Partei gegenüber einem Weiterbau. Von der eingeladenen CDU war niemand gekommen.
von Klaus Böttcher
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Kommentare
Autobahngegner Wilson – 22.03.10
@Herr Schmitt:Wie hieß es damals schon treffend bei D. Hildebrandt in den 80ern zum Thema "Waldsterben":
"Zeigen Sie mir einen Baum, der nicht mehr lebt, weil ich Porschefahrer bin! Aber ich kann Ihnen
einige Porschefahrer nennen, die nicht mehr leben, weil da ein Baum war!"
Kammmolche versus Homo Sapiens, anderswo wirtschaftliche Interessen versus Mopsfledermäuse.
Immer werden die ach so hohen Güter gegen angeblich "Geringeres" abgewogen.
Ich denke, viele Unfallopfer gab es sicher nicht, weil da keine Autobahn war - sondern es lag
schlicht und einfach an unangepaßter Fahrweise - sprich Raserei und was da alles so
eine Rolle spielt.
a 49 Stadtallendorfer – 16.03.10
Zur Info:für den geplanten Bau der A 49 werden 142 ha Nutzland unwiederbringlich vernichtet!
Das sind 1.420.000 m² fruchtbarer Boden!
Wer schützt uns vor den Umweltschützern Stadtallendorfer – 13.03.10
Offensichtlich schätzt du das hohe Gut einer für alle lebenswerten Umwelt nicht.Das stimmt mich sehr traurig, dass es Menschen gibt, die ihre Umwelt nicht mehr wahrnehmen und dann deren Vernichtung zustimmen.
Verstehen Sie denn nicht, dass das hohe Gut intakter Umwelt ein kleiner Beitrag dafür ist, in einer harmonischen unverfälschten Umwelt zu leben und unseren Enkeln nicht nur Dreck und Zerstörung zu hinterlassen.
In vielen Dokus wird eindringlich gezeigt, wie unsere Erde zerstört wird und welche Folgen das hat.
Die Chaostheorie zeigt, dass schon der Flügelschlag eines Schmetterlings verheerende Auswirkungen auf das Klima haben kann.
Jeder kleine Baustein trägt dazu bei dass irgenwann das Weltklima kippt.
Wann werden Menschen wie Sie endlich begreifen, dass man nachhaltig mit unseren Resourcen umgehen muss. Unsere Rohstoffe - auch Ackerland - sind endlich. Der demografische Wandel, der Bevölkerungsrückgang sind in vollem Gange. Der Piek-Oil ist überschritten.
Es ist Zeit umzudenken und nicht mehr auf Wachstum sondern Erhalt und Verbesserung des Bestehenden zu setzten.
Umweltschutz ??? Harry Hirsch – 11.03.10
Wer schützt uns vor den Umweltschützern?Arbeitsplätze schaffen Berufspendler – 11.03.10
In der ganzen Welt ißt nicht eine Person ein Hanuta mehr, weil Stadtallendorf einen Autobahnanschluß hat!Auch hier zieht anscheinen die Arbeitsplatzlüge!
Autobahngegner Stadtallendorfer – 11.03.10
Man sieht deutlich, dass in der Vergangenheit das Problem vielen gar nicht bewusst war und dass vielen erst jetzt wirklich einleuchtet, was den unmittelbar betroffenen von dieser Autobahn eigentlich ihr restliches Leben lang blüht.Viele haben sich wohl gedacht, dass es noch lang hin ist und es Herr Forst schon machen wird.
Die Abstimmung in der OP hat deutlich gezeigt, dass mehr Leute gegen die Autobahn sind als man zunächst denkt...
Man kann nicht die ganze Umwelt dem Autoverkehr und der Industrie opfern. Dies ist äußerst kuzsichtig. Die Maßstablichkeit der Umwelt muss wieder den Menschen angepasst werden.
Und dem Bundesstraßenanwohner sei gesagt, dass eine Sperrung der Straße für den Schwerverkehr sein Verkehrsproblem schon lösen würde.
Auf die Transportkosten (Ferrero) hat das keine Auswirkung, da diese nach km-Luftlinie abgerechnet werden...
Autobahnausbau Erich Schmitt – 10.03.10
Sollte man nicht auch einfachmal darüber nachdenken ?
Was mehr wiegt ?
tote Kammmolche
(Triturus cristatus-Superspezies)
im Herrenwald
oder
tote Menschen
(Homo sapiens)
als Unfallopfer auf den betroffenen
Bundesstraßen der betroffenen
Landkreise ?