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Auto schlafend kaputtgefahren?

Schlafwandler Auto schlafend kaputtgefahren?

Ein 23-jähriger Mann aus dem Ostkreis behauptet, dass er ein Auto schlafwandelnd kaputtgefahren hat.

Neustadt. „Ein 23-jähriger Mann aus dem Ostkreis gab gegenüber der Polizei zwei grundverschiedene Erklärungen zu einem verunfallt aufgefundenen Auto ab“, teilte Polizeisprecher Martin Ahlich mit und berichtete: Ausgangspunkt der Ermittlungen sei die Anzeige wegen Raubes eines Autos am 3. Februar gewesen.

Der 23-Jährige will sich zwei Tätern entgegenstellt haben, die versuchten, sein Auto zu stehlen. Dies sei misslungen und er habe leichtere Verletzungen erlitten. Die Männer seien anschließend mit dem Auto davongefahren.

Die Polizei fahndete und fand den Wagen wenige Kilometer vom angeblichen Tatort entfernt an der Bundesstraße zwischen Neustadt und Wiera - ein Unfall hatte erhebliche Schäden hinterlassen. Von den Insassen fehlte jede Spur.

„Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich erhebliche Zweifel an der Darstellung des jungen Mannes“, erklärte Ahlich. Bei einer weiteren Befragung habe der 23-Jährige dann auch eingeräumt, das Auto selbst gefahren, den Unfall verursacht, den Unfallort verlassen, den Raub vorgetäuscht und außerdem keinen Führerschein zu haben.

„Die Schuld an diesen Vorfällen wies der junge Mann allerdings weit von sich. Schuld sei seine Schlafwandelkrankheit, die er sich nunmehr in einem Schlaflabor bestätigen lassen will“, berichtete der Polizeisprecher und ergänzte: „Der Mann gab an, erst kurz vor dem Unfall aus seinem Schlafwandel erwacht zu sein. Nur aufgrund des massiven Schocks, ohne einen Führerschein zu besitzen ein Auto zu fahren, sei es zu dem Unfall gekommen. Das Ergebnis der Untersuchung bleibt abzuwarten.“

von Florian Lerchbacher

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