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Auszeichnung für Bauprojekt

Bürgerhaus Auszeichnung für Bauprojekt

Die Entscheidungen rund um das Bürgerhaus seien ihm und den Kommunalpolitikern nicht leicht gefallen, erinnert sich Jochen Kirchner und freut sich umso mehr, dass die Stadt für das Projekt nun eine Auszeichnung erhielt.

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Stolz nahmen die Kirchhainer in Berlin den Preis der Stiftung „Lebendige Stadt“ entgegen.

Quelle: Privatfoto

Kirchhain. Die Stiftung „Lebendige Stadt“ hat die Stadt Kirchhain aus 129 Bewerbern ausgewählt und mit einem Anerkennungspreis für ihr „Haus Bürger“ ausgezeichnet. Zum „vorbildlichsten öffentlichen Bauprojekt“ Deutschlands kürte sie die Neugestaltung des Drachenfelsplateaus Königswinter.

Die „budget- und termingerechte Realisierung sowie ein transparenter Planungs- und Entwicklungsprozess mit umfänglicher Bürgerbeteiligung“ waren wichtige Kriterien für die Stiftung. „Planen und Bauen ist eine deutsche Kernkompetenz und weltweit hoch angesehen“, stellte Bundesminister Alexander Dobrindt heraus.

Die Sanierung des Bürgerhauses in Kirchhain hatten Stadt und die Gade Schlüsselfertigbau GmbH im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Verfahrens realisiert. Die GmbH kaufte einen Teil des Gebäudes, das sie anschließend gemeinsam mit der Stadt renovierte. Die Reduzierung der Fläche sei niemandem leichtgefallen, erinnert sich Bürgermeister Jochen Kirchner. „Viele Politiker beschlossen das mit zugeschnürter Kehle.“ Die Verkleinerung sei aus Kostengründen aber unumgänglich gewesen.

Bürgermeister: Vorhandene Fläche entspricht Bedarf

Die nun vorhandene, „bedarfsgerechte Fläche“ verursache nur noch rund 30 Prozent der ursprünglichen Betriebskosten. Auf der verkauften Fläche schuf Gade barrierefreien Wohnraum. Die Stiftung hob lobend die „sehr gute Energieeffizienz“, die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie geringe Heizkosten durch ein Blockheizkraftwerk hervor. Das „Haus Bürger“ sei ein innovatives und nachhaltiges Projekt und die neue Nutzung des Areals trage zur Belebung der Innenstadt bei. 6,3 Millionen Euro kostete das Projekt.

„Der Preis bedeutet mir aufgrund der zahlreichen Diskussionen im Vorfeld sehr viel“, freut sich Kirchner und erinnert auch an den organisatorischen Aufwand: Es sei notwendig gewesen, für zahlreiche Gruppen und Vereine während des Umbaus Ausweichquartiere zu finden. Noch dazu sei die Kooperation mit Gade außergewöhnlich gewesen. Besonders stolz ist er aber auf die Beteiligung der Öffentlichkeit: „Es gab Versammlungen, Abstimmungen, Informationsveranstaltungen“, hebt er den Ansatz vor, Transparenz zu schaffen, und ergänzt: „Die Bürgerbeteiligung haben wir in Kirchhain auf schöne Art und Weise kultiviert.“

Eine kleine Delegation aus Kirchhain - bestehend aus Politikern, Mitarbeitern der Stadt und von Gade - holte sich den Preis in Berlin ab. Platz eins ging an die Stadt Königswinter, die für rund 9,5 Millionen Euro das Drachenfelsplateau neu gestaltete.

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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