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Ausrangiert und doch von Nutzen

Störche Ausrangiert und doch von Nutzen

Die Weißstörche werden auch im kommenden Jahr in der Radenhäuser Lache ideale Brutbedingungen vorfinden. Die Voraussetzungen dafür schafften die Netz-Spezialisten der EAM.

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Zufrieden mit der Umsetzung der Storchenmasten (von links): Kirchhains Bürgermeister Jochen Kirchner, Dennis Härter, Marco Mülle und Wolfgang Rößler (alle EAM) sowie Vogelschützer Robert Cimiotti. Im Hintergrund polstert Uwe Schneider eine Nisthilfe aus.

Quelle: Matthias Mayer

Kirchhain. Drei mit Nisthilfen ausgestattete Holzstrommasten hatten sich unter dem Winddruck in diesem Sommer bedenklich zur Seite geneigt. EAM-Mitarbeiter machten sich mit Muskelkraft und schwerer Technik daran, die drei Masten auf günstigere Standorte zu versetzen und neu aufzustellen. Selbstverständlich geschah dies in Absprache mit Robert Cimiotti von der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz und der Stadt Kirchhain.

Der Abschluss der Arbeiten wurde mit einem Vor-Ort-Termin begangen. Während unweit des Geschehens einige Weißstörche aufstiegen, fuhr EAM-Mitarbeiter Uwe Schneider mit dem Hubsteiger zu einer noch kahlen Nisthilfe hoch, um diese mit einigen Weidenzweigen zu bestücken.

Begeisterung für die großartige Entwicklung

Robert Cimiotti erinnerte daran, dass die 2007 erfolgte Umstellung von Freileitung auf Erdverkabelung die Grundlage für das Storchenwunder an der Lache geschaffen habe. Das EAM-Vorgänger-Unternehmen Eon habe die nicht mehr benötigten Holzmasten als Nisthilfen für Störche angeboten, die von den Großvögeln sofort angenommen worden seien. Von der Lache aus sei die erfreuliche Verbreitung der Störche im Landkreis erfolgt, die in diesem Jahr zu 29 Jungvögeln geführt habe - davon allein 14 Jungtiere von fünf Brutpaaren an der Lache.

„Die ersten Nist-Körbe haben wir noch auf dem Bauhof zusammengeschweißt“, erinnerte Kirchhains Bürgermeister Jochen Kirchner an die Anfänge. Die großartige Entwicklung an der Lache werde von den Kirchhainern mit Begeisterung begleitet.

Marco Müller, Leiter des EAM-Regionalzentrums Süd, wertete das Projekt als erfreulichen Beitrag für den Naturschutz und für die Artenvielfalt: „Die Freileitung ist weg, und die eigentlich nicht mehr benötigten Holzmasten haben mit dazu beigetragen, dass sich die Weißstörche in unserer Region wieder angesiedelt haben.“

von Matthias Mayer

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