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Aus kleiner Spielgruppe wird großer Seniorentreff

Geburtstag Aus kleiner Spielgruppe wird großer Seniorentreff

"Gemeinsam statt einsam" lauten das Motto und der Name des Stadtallendorfer Seniorentreffs, der von älteren Menschen geliebt, geschätzt und belebt wird.

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Gute Laune herrschte bei der Feier im Seniorentreff Stadtallendorf.

Quelle: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Als erstes wird gesungen. Das ist Tradition im Stadtallendorfer Seniorentreff. Entsprechend durfte dieser Punkt während der Feier anlässlich des zehnjährigen Bestehens nicht fehlen. Birgit Thiel, die Seniorenbeauftragte der Stadt, hatte ihre Vorgängerin, Birgit Kubitza, gebeten, von den Anfängen zu erzählen und an die Entwicklung im Laufe der Jahre zu erinnern.

Entsprechend stimmte Kubitzamit den Gästen ein Lied an. Dann widmete sie sich der Vergangenheit: Angefangen habe die Erfolgsgeschichte im oberen Geschoss mit einer Spielgruppe, denn unten seien keine Räume frei gewesen. Das sei allerdings nicht so gut gewesen, da der Raum nach der Veranstaltung genauso aussehen sollte wie davor. Also hieß es jedes Mal: aufräumen sowie Tische und Stühle stellen.

Die Geschichte des Seniorenzentrums

Als unten ein Raum frei wurde, hätten sie dort die Stube eingerichtet, erinnerte sich Kubitza. Die anderen Räume nutzten noch die Jugendlichen, die allerdings nach Fertigstellung des neuen Jugendzentrums dem Gemeinschaftszentrum den Rücken kehrten. Und dann war es Zeit, den Traum Kubitzas von einem Seniorenzentrum umzusetzen. Hartnäckig verfolgte sie ihr Ziel. Die Politik habe nichts davon wissen wollen und auch der Seniorenbeirat sei zunächst skeptisch gewesen. Dann hätten die Mitglieder des Beirates ihre Meinung schnell geändert und seien eifrig bei der Sache gewesen. Von Seiten der Politik hieß es: „Dann macht mal, aber es darf nichts kosten.“

„Wir haben getöpfert und gebastelt, die Erzeugnisse bei Basaren verkauft und so Farbe kaufen können“, erinnerte sich die ehemalige Seniorenbeauftragte. Beim Kauf von Möbeln achteten die Stadtallendorfer auf Sonderangebote, zudem sammelten sie Möbelspenden und schauten sich bei Haushaltsauflösungen um.

Singen, Tanzen, Spielen - nur ein paar der Angebote im Seniorenzentrum

Am Ende kamen drei herrlich eingerichtete Räume dabei herum, die die Mitglieder des Seniorentreffs eifrig nutzten und nutzen. So treffen sich regelmäßig die unterschiedlichsten Gruppen zum Singen, Tanzen, Spielen oder zur Gymnastik, zum Gedächtnistraining oder zum Basteln.

Es gebe im Jahreslauf auch größere Veranstaltungen wie beispielsweise das Heringsessen, das Oktoberfest oder die Grillfeier, berichtete Reinhard Kauk, der Vorsitzende des Seniorenbeirates, der allen ehrenamtlichen Helfern der vergangenen zehn Jahre sein Lob aussprach und betonte: „Wir können froh sei, dass es so etwas gibt.“ Das sieht auch sein Stellvertreter Helmut Heyn so: „Aus bescheidenen Anfängen ist eine tolle Sache geworden. Andere Städte beneiden uns wegen der Räume und der guten Seniorenarbeit.“ Thiel kommentierte: „Das Herz des Seniorentreffs sind die Ehrenamtlichen.“

Den gemütlichen Teil der Feier gestaltete Sandra Schäfer, die mehrere Instrumente spielt und in einem Gospelchor singt.

von Klaus Böttcher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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