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Aus Namenlosen werden Debütanten

Premiere Aus Namenlosen werden Debütanten

Ein bemerkenswertes Debüt feierte die Neustädter Bandnacht im Haus der Begegnung. Rund 150 Fans von Livemusik kamen dabei voll auf ihre Kosten.

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„Chuchumba“ besteht aus (von links) Thomas Abel, Michael Ruhl, Jürgen Schipping und Andreas Abel und hatte die Veranstaltung organisiert.

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Neustadt. In Neustadt gibt es aktuell vier Bands, die mehr oder minder im Verborgenen üben und Spaß an ihrer Musik haben. Das Ansinnen von Andreas Abel, diese Gruppen einmal einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen, gelang bei der ersten Neustädter Bandnacht nur bedingt, denn letztlich betraten in „All4One“ und „Chuchumba“ nur zwei reine Neustädter Bands die Bühne.

Den Auftakt des Abends machte „All4One“ mit Thomas Huber (Gitarre), Chris Huber (Bass), Meike Huber (Gesang) und Jana Backhaus an der Geige, die dem aus englischen und deutschen Rock- und Popstücken bestehenden Programm ganz eigene Variationen verliehen. „Wir spielen viele Klassiker unplugged und haben nach Gigs bei Hochzeit und Geburtstag heute unseren ersten richtigen Auftritt“, verriet Thomas Huber nach Beendigung ihres abwechslungsreichen Programms. Dass Bassist Chris erst seit vier Wochen in der Band mitrockt, war nicht zu bemerken. Der Forderung nach Zugabe, musste die Band mit Rücksicht auf die noch folgenden Gruppen leider eine Absage erteilt werden.

Danach kamen die Gastgeber dran. „Bis vor wenigen Tagen hatten wir noch gar keinen Namen“, erläuterte Veranstaltungs-chef Abel nur eine von mehreren Neuerungen, die der Auftritt für die Band so mit sich brachte. „Chuchumba“ begann fetzig mit dem Klassiker „Bad moon rising“ von Creedence Clearwater Revival, streifte die Beatles, ging über zu Liedern von den Toten Hosen und Udo Lindenberg und endeten mit dem anspruchsvollen „Ten words“ von Joe Satriani, wobei Andreas Abel (Schlagzeug), Thomas Abel (Bass), Michael Ruhl (Gitarre und Gesang) und Jürgen Schipping bei den letzten Stücken vom italienischen Gastgitarristen Toni Dimauro unterstützt wurden.

Mit ähnlich fetziger Musik rockte die Schwalmstädter Band „Jumpseat“ mit Olaf Marquard (Gitarre und Gesang), Jan Heidenreich (Gitarre und Gesang), Jan Bilstein (Bass) und Jörg Weiland (Schlagzeug) munter weiter. Ihr, wie auch der abschließenden Gruppe „Leftover Voltage“ mit Florian Reitz (Gitarre), André Gonther (Gitarre), Jonathan Fulda (Bass), Tom Radloft (Schlagzeug) sowie Julian Ochs (Gesang) war eine gewisse Routine anzumerken.

Um das Gelingen des Abends zu gewährleisten, hatte Andreas Abel eine Reihe von Verwandten und Freunden motiviert, sich an Organisation, Catering und Verkauf ehrenamtlich zu beteiligen. Sogar auf der Bühne gab es eine Bar nur für die Musiker - die ebenfalls allesamt, ohne Honorar zu bekommen, auftraten. Zudem hatten Unternehmen aus Neustadt, Stadtallendorf und Schwalmstadt den Abend mit Geld oder Sachspenden unterstützt.

von Heinz-Dieter Henkel

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