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Aus "Kölle alaaf" wird "Mardorf iah!"

Karneval Aus "Kölle alaaf" wird "Mardorf iah!"

Der SV Mardorf und der Sechserrat rund um den wortgewandten und schlagfertigen Sitzungspräsidenten Aleksander Kräling präsentierten 350 Narren ein mehr als vierstündiges Programm.

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Die Fußballer des SV Mardorf sorgten bei Schwarzlicht als Strichmännchen für einen optischen Höhepunkt der 22. Karnevalssitzung.

Mardorf. Abwechslungsreicher hätte die Karnevalssitzung in Mardorf kaum sein können: Auf dem Programm fanden sich Büttenreden, Tänze, Sketche und vieles mehr wieder - kurz: alles, was das Narrenherz begehrt. Darunter fanden sich zwei gelungene Premieren, eine gefeierte Rückkehr und ein umjubelter Büttenredner.

Für einen Hingucker sorgten die Fußballer des SV Mardorf, die sich als Kicker des SSV Meiswinkel-Oberholzklau ausgaben - ein Wimpel dieses tatsächlich existierenden Vereins hängt im SV-Sportheim - und mithilfe von Schwarzlicht und Neonbändern einen Strichmännchen-Tanz boten.

Ähnlich umjubelt war die Rückkehr von Gerlinde Mengel und Erika Jakobi auf die Karnevalsbühne. Die beiden Frauen brachten die Zuschauer mit dem Sketch „Bettgeflüster“ zum Toben.

Erstmals in Mardorf auf der Bühne standen die Tanzgruppen „Infinity“ vom TSV Kirchhain und die „Diamond Girls“ -eine Nachwuchsgruppe der „Danceations“ des SV Mardorf, die ihrerseits später im Programm den Showtanz „Back in the 90s“ zeigte und ebenso wie die „Flashlights“ des SV Emsdorf erst nach einer Zugabe vom Publikum entlassen wurden.

Viele Lacher erntete Michael Richter-Plettenberg, der Bürgermeister beziehungsweise Babo von Amöneburg, der für seine Büttenrede auf Jugendsprache zurückgriff - passend dazu trug er Kapuzenpulli, Sportschuhe und eine umgedrehte Mütze.

Wenig später stand er dann wieder im Mittelpunkt, als Christoph Grimmel sich in seiner Büttenrede der Stadtpolitik widmete. „Der Junge aus Glee“, der innerhalb von drei Jahren zum Publikumsliebling avanciert ist, nahm sich außerdem der Landratswahl des vergangenen Jahres und des ehemaligen Kurzzeit-Stadtoberhaupts Anders Arendt an, ehe er nach einem Playback-Auftritt zu einem Medley von Heino seine Zusage für die Mardorfer Karnevalssitzung des Jahres 2015 gab.

Ebenfalls zur Musik von Heino - allerdings den Coverversionen verschiedener Rocksongs - traten die „Ahlen Männer“ (also die Alten Herren) des SV Mardorf auf. Hauptdarsteller war Otto Schick, der den beliebten Sänger mimte und Playback sang. Die „Mardorfer Flaarmeuler“ des Gesangvereins ließen es sich indes nicht nehmen, selber zu singen. In Anlehnung an den Spitznamen „Mardorfer Esel“ hatten sie das Karnevalslied „Kölle alaaf“ in „Mardorf iah!“ umgetextet.

Einen Tanz zum Thema Liebe zeigten die Gleer Tanzmädels. Die „Sunshines“ aus Anzefahr, echte Dauerbrenner des Mardorfer Karnevals, widmeten sich in ihrem Showtanz dem „Bett im Kornfeld“. Einen klassischen Gardetanz hielt die Präsidentengarde des RCC Roßdorf parat, die auch den Einlauf des Mardorfer Sechserrates umrahmt hatte. Fehlt noch das traditionelle Männerballett - das allerdings tatsächlich ausblieb. Marius Mengel und Annette Schick liefen im Programm zwar unter dem Titel „Männerballett der Freiwilligen Feuerwehr Plausdorf“, tanzten jedoch nicht. Dennoch sorgten das Gedicht über die Mardorfer Fußballer, die „sonntags gerne mal ein Spiel verpennen“, sowie ihre Gespräche und Sketche für gute Unterhaltung.

Den Abschluss des Programms bildeten das gemeinsam gesungene „Sierra Madré“ und eine Polonaise durch den Saal.

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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