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Aus Fest im Saal wird starker Verein

FCKK Aus Fest im Saal wird starker Verein

Seine Ursprünge hat der FCKK bei Karnevalisten aus allen damaligen katholischen Kirchengemeinden. Aktuell ist der Karnevalsverein einer der mitgliederstärksten in Stadtallendorf.

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Die Gardemädchen sind eines der Aushängeschilder des FCKK weit über Stadtallendorf hinaus. ­Dieses Bild entstand bei der Prunksitzung 2008. Archivfoto

Stadtallendorf. Ein halbes Jahrhundert ist im Sinne der Narrenschaft kein klassisches Jubiläum, anders wäre es bei einem „55-Jährigen“. Doch 50 Jahre Karneval sind auch eine Zahl, die nicht unkommentiert vorübergehen sollte. Die Wurzeln des Festkomitees Carneval in den katholischen Kirchengemeinden (kurz FCKK) liegen in der ersten Sitzung im Jahr 1967 im Saal Ebeling. „Weil der Saal aus allen Nähten platzte, hatten wir uns entschieden, das ein Jahr darauf noch einmal zu wiederholen“, erinnert sich Friedhelm Kremer, der aktuelle zweite Vorsitzende des FCKK.

Mittlerweile gibt es diesen Verein ein Vierteljahrhundert. Mit rund 400 Mitgliedern zählt der FCKK damit zu den größten Stadtallendorfs. Am Samstagabend startet der Verein in die Kampagne. Mit größter Spannung wird von allen Narren aus nah und fern die Lüftung des bestgehüteten Geheimnisses erwartet. Wer wird Prinzessin, wer wird Prinz in der Kampagne 2016/2017? Es macht keinen Sinn, einen der Verantwortlichen im Vorfeld zu fragen. Sie schweigen eisern.

Es ist das nunmehr 16. Prinzenpaar des FCKK, wobei alle Narren der Region es gleichsetzen mit dem „Stadtallendorfer Prinzenpaar“. Stadt und Verein sind auch für die Narren des FCKK untrennbar.

Nur so viel verraten Sitzungspräsidentin Christel Rohm-Naumann und FCKK-Vorsitzende Cornelia Prill der OP: „Wir hatten drei Bewerberpaare dieses Mal und mussten uns entscheiden“. Außerdem lassen sie durchblicken, dass es ein reines Stadtallendorfer Prinzenpaar sein wird. Wer mehr wissen möchte, der sollte am Samstagabend um 19.33 Uhr in der Stadthalle sein.

Dort gibt es im Laufe des Abends die Antwort. Der Eintritt zu dieser Sitzung ist übrigens frei, auch das hat beim FCKK lange Tradition. Untrennbar verbunden ist die Historie des „Festkomitees“ mit dem Namen Guntram Weitzel, dem Ehrenvorsitzenden des Vereins. Auch in schwierigeren Zeiten hat er den Karnevalisten immer wieder Impulse gegeben, bis zurück zu der Vereinsgründung seinerzeit.

Wer hinzukommt, soll Freunde finden

Der Verein ist in vielen Punkten sehr prinzipientreu. Auftretende Gruppen gehören entweder zum FCKK oder sind Gäste, bezahlte Auftritte oder Gagen gibt es nicht. Wer glaubt, die Narren seien nur in der Zeit der Kampagne im Einsatz, der irrt gewaltig. Von kurzen Unterbrechungen mal abgesehen proben die Tanzgruppen auch außerhalb der „fünften Jahreszeit“. Der FCKK begegnet einem Stadtallendorfer auch mal auf Festen, eng ist zum Beispiel die Verknüpfung mit dem Arbeitskreis Europafest. Beim allerersten Europastraßenfest 1990 war der FCKK bereits auf einer der Bühnen in der Niederkleiner Straße vertreten.

Zum Karneval beim FCKK gehört von jeher soziales Engagement. Ein Beispiel: Überschüsse aus Veranstaltungen spendet der gemeinnützige Verein. Lange Jahre flossen Spenden beispielsweise nach Indien in ein Kinderdorf. „Heute freuen wir uns, dass wir dazu beigetragen haben, dass sich dieses Kinderdorf selbst trägt“, sagt Friedhelm Kremer. Allerdings macht das FCKK-Team bei seinem Gespräch mit der OP auch aus den nicht so erfreulichen Entwicklungen keinen Hehl. Seitdem der Verein die Bewirtung seiner Sitzung nicht mehr selbst übernehmen darf - in der Stadtallendorfer Stadthalle bewirtet nur der Caterer - sind die Einnahmen wie auch die Spenden rückläufig. Helfen will der FCKK aber weiterhin.

Das macht er unter anderem mit Spenden an die Kindertafel, die Kinderkrebshilfe oder die Stadtallendorfer Kindergärten für Ausstattung. Fester Teil des Programms des Prinzenpaares sind auch die Besucher in den Altenheimen und Kindergärten der Stadt.

Überhaupt, das Prinzenpaar. Es besucht natürlich zahllose Veranstaltungen auch in der weiteren Region gemeinsam mit anderen Narren. Die Beziehungen zu den übrigen Stadtallendorfer Karnevalsvereinen auch in den Stadtteilen sind gut. Das zeigt sich besonders bei den schon legendären Rathauserstürmungen.

Natürlich freut sich der FCKK über Nachwuchs. „Wer zum Verein kommt wird freundschaftlich aufgenommen“, verspricht Friedhelm Kremer.

Und wer mehr wissen möchte, der sollte sich die Internetseite www.fckk.de anschauen, die ab Samstag aktualisiert wird. Dort gibt es auch eine Kontaktmöglichkeit.

Die Kampagneneröffnung findet am Samstag, 19. November, ab 19.33 Uhr in der Stadthalle statt.

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