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Auf harte Arbeit folgt das "Pflasterfest"

Langendorf Auf harte Arbeit folgt das "Pflasterfest"

26 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Langendorf arbeiten Hand in Hand: In Anbetracht des enormen ehrenamtlichen Einsatzes der Helfer gehen die Außenarbeiten am Feuerwehrgerätehaus zügig voran.

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Helfer der Feuerwehr heben den Daumen, die Pflasterarbeiten sind zügig vorangegangen.

Quelle: Karin Waldhüter

Langendorf. Die Nasssäge verbreitet ohrenbetäubenden Lärm, während sich das Sägeblatt durch den Pflasterstein frisst. Tief beugt sich Karl-Heinz Metke über das Arbeitsgerät, Ohrenschützer schützen dabei sein Trommelfell vor dem lauten Kreischen.

Ein Stück weiter fährt die schwere Spitzhacke tief in die harte Erde. Dieter Wasmuth, Bernd Müller und Niels Dersch sind mit dem Setzen der letzten Randsteine beschäftigt. Nicht so anstrengend, aber ebenso notwendig ist die Arbeit, der Fabian Wasmuth, Erik Ochs und Henning Metke nachgehen. Sie sind mit dem Einkehren des Splits beschäftigt. Einige Helfer haben eine lange Kette gebildet. Sie reichen die Pflastersteine von Hand zu Hand weiter.

26 Helfer sind beim Einsatz zur Stelle

Mit vollem Körpereinsatz und mit Hilfe eines Hubwagens schieben Ralf Schneider, Sebastian Peter, Hermann Waldschmidt, Burkhard Wagner, Stephan Waldschmidt und Helmut Aillaud eine ganze Palette Pflastersteine den schrägen Außenbereich hinauf. Dass an diesem Morgen so viele Helfer gekommen sind, hat auch Wehrführer Stephan Waldschmidt positiv überrascht.

Rund zwanzig Helfer hatten ihr Kommen angekündigt, um sieben Uhr am Samstagmorgen waren schließlich 26 da und die waren schneller als gedacht mit dem Verlegen von 180 Quadratmeter Verbundpflaster fertig.

Das verbleibende 63 Quadratmeter große Reststück soll wie geplant fertiggestellt werden. „Bisher lief alles gut, wir haben viele Helfer und etliche dabei, die handwerklich begabt sind“, berichtet der Wehrführer. Als ältester Helfer unterstützt der 66-jährige Helmut Aillaud tatkräftig die Arbeiten. Als Vertreter der Jugendfeuerwehr war der 13-jährige Max Schneider der jüngste Helfer. Koordiniert wurden die Arbeiten von „Pflastermeister“ Hermann Waldschmidt.

Er ist passives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und hat, wie viele der anderen Helfer auch, schon viel Freizeit am Gerätehaus verbracht.

Langendorfer sind Einsatz gewohnt

„So viele Leute voller Arbeitsdrang waren heute Morgen da, die musste ich erst einmal bändigen, damit es langsamer geht“, erzählt Waldschmidt lachend.

Seit dem Baubeginn zur Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses im Frühjahr 2014 haben die Feuerwehrleute bereits zahlreiche Arbeitseinsätze geleistet, unter anderem die Halle gemauert und Dacharbeiten vorgenommen. Als Folge eines Arbeitsunfalls eines Feuerwehrmannes, der sich während eines ehrenamtlichen Arbeitseinsatzes ereignet hatte und dem Verwaltungsgerichtsurteil zuungunsten der Gemeinde (die OP berichtete), waren Arbeiten an Firmen vergeben worden.

Die Gemeinde hatte den Schotter mit einem Bagger eingebracht. Ralf Schneider, Stephan Waldschmidt, Jannik Peter, Hermann Waldschmidt und Dieter Wasmuth hatten den Schotter begradigt, abgerüttelt und die Arbeiten am Bürgersteig begonnen.

Im Frühjahr soll es innerhalb des Feuerwehrgerätehauses weitergehen. Dann stehen Renovierungsarbeiten im Schulungsraum an. In die Arbeit des Planungsbüros Berghöfer waren sowohl Wehrführer Stephan Waldschmidt als auch sein Amtsvorgänger Ralf Schneider einbezogen.

Sieben Frauen aus dem Dorf hatten zur Mittagszeit für eine leckere Mahlzeit gesorgt. Zu Ende ging der Tag für die vielen fleißigen Helfer nach dem Aufräumen mit einem kleinen „Pflasterfest“.

von Karin Waldhüter

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