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Auf Wiedersehen nach 35 Jahren

Ehrenamt Auf Wiedersehen nach 35 Jahren

Ursprünglich hat Lydia Beier nur ihre jüngste Tochter zum Töpferkurs in Stadtallendorf begleiten wollen. Und da ist sie dann irgendwie hängen geblieben. Das war vor ziemlich genau 35 Jahren.

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Zum Abschied ehrte Bürgermeister Christian Somogyi die inzwischen 80-jährige Lydia Beier.

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Stadtallendorf. Jetzt ist die inzwischen 80-jährige in Philippsthal geborene Stadtallendorferin offiziell von der Leitung der Töpferwerkstatt zurückgetreten und wurde in einer kleinen Feierstunde im Rathaus der Stadt von Bürgermeister Christian Somogyi mit einer Urkunde, einem Gutschein und vielen Dankesworten geehrt.

Somogyi erinnerte dabei an die bescheidenen Anfänge des Töpferns ohne fließendes Wasser, als dieses für Tonbearbeitung unentbehrliche Gut noch in Eimern und Töpfen herbeigeschafft werden musste. Erst mit dem Umzug des Jugendzentrums im Jahre 2004 habe sich vieles zum Besseren gewendet.

Rund 2,5 Tonnen Ton verarbeitet

Beier habe mit ihren Töpferkursen an zahlreichen Ferienfreizeiten der Stadt in Bad Kissingen teilgenommen, aber auch bei Ferienspielen mit thematischen Angeboten überrascht. Es dürfte wohl eine vierstellige Kinderschar gewesen, der Beier das Töpfern näherbrachte. Dabei seien rund 2,5 Tonnen Ton verarbeitet worden. Heute, so berichtete der Bürgermeister, seien es die Enkelkinder der ersten Teilnehmer, die zum Töpferkurs kämen.

So sei es auch in ihrer Familie ergänzte Beier, deren Enkelin Anna in der Tonwerkstatt inzwischen mitarbeitet. Noch immer seien die Kurse gut besucht. Ein dritter Brennofen hat Beier nach mühsamer Sponsorensuche auch ohne städtische Hilfen anschaffen können. Auch als Künstlerin ist Lydia Beier nicht nur im Bürgermeisterbüro präsent. Ein Brunnen vor der Stadtkirche geht auf eine Vorlage in Ton von Beier zurück. Mit Regina Hahn übernimmt eine nicht minder engagierte und bestens eingearbeitete Einheimische die Leitung.

von Heinz-Dieter Henkel

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