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Auf Umwegen entsteht ein Meisterwerk mit Handycap

Bildhauer-Symposium Auf Umwegen entsteht ein Meisterwerk mit Handycap

Stolz und erhaben steht Heiko Börners Skulptur vor dem Kirchhainer Bahnhof. Die Arbeit verrät nicht, welche Probleme der Künstler während des Kirchhainer Bildhauer-Symposiums zu bewältigen hatte.

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Ein "neues Bad" für 8,6 Millionen Euro

Kirchhain. Der zur Bearbeitung angelieferte vier Meter lange Eichenstamm offenbarte ein aufregendes Innenleben mit kleinen und großen Hohlräumen und einigen rotten Stellen.

Manch ein Bildhauer hätte beim Freilegen des perforierten Kernholzes aufgegeben, aber der Wahlmünchner machte das Beste aus dem natürlichen Werkstoff, indem er seinen Entwurf radikal abänderte. Er drehte die Vorderseite der Skulptur um 90 Grad und gestaltete diese nicht plan, sondern dreidimensional. Und den großen Hohlraum am Fuß formte er so geschickt aus, dass er sich „wie so gewollt“ in die Arbeit einfügt. So entstand trotz aller Hindernisse ein Meisterwerk, das wegen der strukturellen Holzfehler nicht dauerhaft im Freien bleiben kann.

von Matthias Mayer

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