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Auf Stadt wartet ein Millionenprojekt

Sanierung Auf Stadt wartet ein Millionenprojekt

Eigentlich stand die Ortsdurchfahrt Ernsthausen bereits auf der Agenda der Jahre 2011 und 2014. Die Stadt Rauschenberg will das Projekt nun im Jahr 2015 wirklich umsetzen.

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Die Ortsdurchfahrt von Ernsthausen steht erneut kurz vor der Sanierung.Foto: Florian Lerchbacher

Ernsthausen. Eine endgültige Entscheidung hat die Stadtverordnetenversammlung noch nicht getroffen. Bürgermeister Michael Emmerich regte an, das Thema noch einmal im Bauausschuss detailliert vorzustellen und dann darüber zu diskutieren. Dass die Sanierung der Ortsdurchfahrt Ernsthausen auf der Agenda steht, ist allerdings keine Überraschung und wird wohl auch nicht in Frage gestellt. Die Stadt hatte das Projekt schließlich schon viel früher umsetzen wollen (die OP berichtete mehrfach).

„Die Planungen stammen aus dem Jahr 2010. Der Ausbau war für 2011 angedacht - wurde aber seitens des Landes verschoben“, erinnerte Emmerich. Im Jahr 2013 sei die Nachricht gekommen, dass es die entsprechenden Geldmittel im Jahr 2014 geben solle - allerdings habe das Land das Projekt dann noch einmal verschoben. Und Tarek Al-Wazir, der Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, habe schließlich zugesagt, dass Projekte, die aus dem Haushalt gestrichen wurden, 2015 mit Priorität angegangen werden, betont der Bürgermeister in der Magistratsvorlage.

Nach Gesprächen mit Anliegern und dem Ortsbeirat liegen nun aber wenigstens überarbeitete Pläne vor - das Land kommt schließlich für den Straßenbau auf, die Stadt muss sich jedoch unter Beteiligung der Anlieger um die Kosten für die Gehweganlagen und die Nebenkosten kümmern. Und das sind immerhin noch 570000 Euro.

Bürger tragen 50 Prozent

Ursprünglich sollte es an der Hauptstraße bis zur Einmündung in die Straße „Im Tal“ einen kombinierten Geh- und Radweg mit einer Breite von 2,75 Metern geben. Aus zwei Gründen soll dort nur ein 1,50 Meter breiter Gehweg gebaut werden: Zum einen soll die Straße nicht näher an die gegenüberliegende Bebauung heranrücken, zum anderen senkt die Stadt so die Kosten.

Des Weiteren hat die Stadt die beiden für die Ortseingänge vorgesehenen Straßenteiler sowie eine von zwei „Querungshilfen“ gestrichen: Die für den Bereich Wolferoder Straße / Ecke „Am Sportplatz“ vorgesehene „Querungshilfe“ hatten die Anwohner als überflüssig angesehen, da die Straße weitläufig einsehbar sei und die Neuerung keine Verbesserung der Verkehrssicherheit bewirkt hätte.

Die Stadt hat auch die Planungen für den Gehweg in der Wolferoder Straße verkürzt: Ursprünglich sollte er bis zum Ortsausgang weiterführen. Da das dortige Gehöft aber auch über die Straße „Auf der Trift“ erreichbar sei, bestehe nicht die Notwendigkeit, den Gehweg über eine Strecke von rund 200 Metern weiterzuführen. Dies trage zur Kostensenkung bei, vernachlässige aber nicht die Aspekte der Verkehrssicherheit, heißt es in der Magistratsvorlage. Darin steht auch, dass das Vorhaben „eine Verkehrsanlage“ betreffe und „eine Baumaßnahme sei“ - auch wenn die Landesstraße 3071, also die Ortsdurchfahrt, im Ort den Namen von Hauptstraße in Wolferoder Straße ändere.

Der Bürgermeister erinnerte daran, dass die Anlieger 50 Prozent der Kosten für die Gehweganlagen tragen müssen, also rund 285000 Euro. Die Stadt plant zudem, 85000 Euro an Zuschüssen nach dem Gemeindefinanzierungsgesetz abzugreifen. Um Synergieeffekte zu nutzen, sieht die Kommune zudem den Neubau der Wasserleitungen vor, der mit 590000 Euro zu Buche schlägt. Davon entfallen rund 100000 Euro auf die Anlieger für die Wasserhausanschlusskosten.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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