Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 16 ° Regen

Navigation:
Auf Spurensuche mit den Ehemaligen

50 Jahre Auf Spurensuche mit den Ehemaligen

Auf dem Sommerfest im Juni möchte der Mardorfer Kindergarten eine Ausstellung über die vergangenen 50 Jahre zeigen. Ein Ehemaligentreffen beleuchtete nun vor allem die Anfänge.

Voriger Artikel
Investition ins saubere Nass
Nächster Artikel
Altstadtsanierung brachte Leben zurück

Barbara Kraus (rechts) erklärt, wer auf dem Gruppenbild des Kindergartens 1966 zu sehen ist. Sigrid Ivo schreibt mit.

Quelle: Yanik Schick

Mardorf. Der Kindergarten St. Hubertus darf auf eine lange Geschichte zurückblicken. Seit November ist die Betreuungseinrichtung für Kinder stolze 50 Jahre alt. Doch die komplette Historie, den Werdegang seit 1964 kennen überraschenderweise die wenigsten. Wie waren damals der Alltag und die Erziehung? Wie sah der Kindergarten von innen aus? Und wer ist eigentlich auf den wenigen erhaltenen Gruppenfotos von vor einem halben Jahrhundert zu sehen? Fragen, die Astrid Wichert, die Leiterin des Kindergartens, gerne in den kommenden Wochen beantworten möchte. Schließlich sollen Kinder und Erwachsene pünktlich zum großen Sommerfest am 20 Juni, dem Höhepunkt des Festjahres, die ganze Geschichte erfahren.

Um vorab möglichst viele Informationen zu bekommen, hatte Wichert die Ehemaligen zu einem offenen Treffen in ihren ehemaligen Kindergarten eingeladen. Alte Begebenheiten und gemeinsame Erlebnisse von früher sollten wieder zutage gefördert werden. Und auch wenn es laut Wichert schon ein paar Menschen hätten mehr sein können, so kamen immerhin rund 15 Personen, die sich über alte Tage in der Kita austauschten.

Schwarz-Weiß-Fotos aus den 60er-Jahren

Barbara Kraus war eine von ihnen. Die Mardorferin war von Beginn an mit dabei. Sie hatte als kleines Mädchen erlebt, wie im späten Herbst 1964 knapp 50 Kinder vom Schwesternhaus in ihr neues Heim umgezogen waren. Wie Kraus im Gespräch mit der OP erklärte, habe die Standortverlagerung für die Kinder aber nicht allzu viel verändert. „Wir haben das gar nicht so richtig mitbekommen“, sagte sie nach kurzer Überlegung.

Zum Ehemaligentreffen hatte Barbara Kraus ein altes Fotoalbum mitgebracht, das unter anderem ein Bild der Kita-Gruppe von 1966 beinhaltete. Den meisten Gesichtern auf dem Schwarz-Weiß-Foto wusste sie ohne Probleme Namen zuzuordnen. Sie kenne eben die meisten immer noch, erzählte Kraus - das Dorf sei ja nicht so groß, und da laufe man sich auch heute noch regelmäßig über den Weg. „Wir wurden damals aber noch nicht so oft fotografiert, wie es heute der Fall ist“, ergänzte sie. Ein Bild, wie sie es vor sich liegen hatte, sei in den 1960er-Jahren die absolute Seltenheit gewesen.

Sigrid Ivo jedenfalls freute sich über das Erinnerungsvermögen der Ehemaligen. Sie selbst hatte in den 1980ern ein Jahr lang den Kindergarten besucht. Inzwischen werden ihre Kinder dort betreut. Ivo hat sich bereit erklärt, gemeinsam mit anderen für das Sommerfest eine Foto-Ausstellung und eine Festschrift zu erstellen. „Die Qualität ist natürlich auch davon abhängig, wie sehr die Leute, die früher hier waren, mithelfen“, sagte sie.

von Yanik Schick

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Von Redakteur Florian Lerchbacher

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr