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Auch ein schöner Rücken kann entzücken

Hubertusmesse Auch ein schöner Rücken kann entzücken

"Es ist immer wieder schön, diese herbstlich geschmückte Kirche zu betreten", sagte Pfarrer Eugen Kutzka und freute sich, einmal mehr die Hubertusmesse leiten zu dürfen.

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Damit der Klang für die Zuhörer besser ist, drehten die Musiker ihnen den Rücken zu.Foto: Schick

Stausebach. Seit knapp 20 Jahren lädt der Schützenverein „Hubertus“ Stausebach einmal im Jahr in die Kirche ein, um seinen Schutzpatron zu feiern. Diesmal beeindruckte während der Hubertusmesse die Parforcehorngruppe „Bläserkeil neuer Aufbruch“ die rund 90 Besucher unter anderem mit dem „Hirschmarsch“.

Pfarrer Eugen Kutzka, der von 1963 bis 1966 in Stausebach arbeitete, hielt die traditionelle Messe. „Mit Eugen ist ein gutes und langjähriges Verhältnis, eine richtige Freundschaft entstanden“, erklärte Paul Feldpausch, der Vorsitzende des Schützenvereins und freute sich über die Beiträge der Bläser: „Die tolle Musik wird durch die gute Akustik der Kirche unterstützt. Die Bläser finden großen Anklang bei den Gästen. Sie sind so etwas wie das Zugpferd unserer Veranstaltung.“

„Wir waren eigentlich alle Einzelbläser und haben uns über die Jahre auf Seminaren kennengelernt“, erläuterte Roger Gilpert aus Weingarten in Baden-Württemberg, der musikalische Leiter der elf Mitglieder zählenden Gruppe. Die Musiker drehten ihren Zuhörern den Rücken zu - wenn das Horn auf die Gäste gerichtet ist, sei der Musikgenuss höher, erklärte Gilpert.

Seit 2010 untermalt die Bläsergruppe die Hubertus-Messe musikalisch. Die Verbindung entstand über den in Stausebach wohnenden Andreas Grüßges. „Der hessische Raum ist unser Dreh- und Angelpunkt, weil ein Großteil der Bläser aus dieser Umgebung stammt“, berichtete Gilpert. Dennoch sei die Entfernung zueinander ein Problem, das die Zeit für gemeinsame Proben einschränkt: „Jeder muss alleine üben. Wir wohnen nun mal bis zu 650 Kilometer auseinander.“

Für ihre großen Mühen ernteten die Musiker ein großes Lob von Pfarrer Kutzka: „Es ist nicht so, dass man sie einfach bestellt, bezahlt und dann spielen sie ihre Lieder herunter. Jeder einzelne ist mit ganzem Herzen dabei, das spürt man.“ Der Pfarrer war selbst aus Hünfeld angereist. Er stellte die Geschichte des heiligen Hubertus, die sogenannte „Hubertus-Legende“, in den Mittelpunkt.

„Zu Beginn seines Lebens war er ein verschwenderischer Mensch“, berichtete der Pfarrer über den Mann, der im siebten Jahrhundert nach Christus geboren wurde und selbst ein leidenschaftlicher Jäger war. Eines Tages soll der unchristlich lebende Hubertus bei der Jagd von einem Hirsch, der ein Kruzifix auf dem Geweih trug, bekehrt worden sein. Daher wurde Hubertus zum Schutzpatron der Jagd.

von Yanik Schick

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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